Band 
Vierter Theil.
Seite
235
JPEG-Download
 

Sechstes Kapitel. 2z 5

unterzeichnen zu lassen. Er fand ihn in den größ« <-»

ten Gichtschmerzen, so daß er kaum die Hand ruh- 1544ren konnte. Sehen Sie wohl, sagte der Kai.ser, wie theuer mir die Ehre zu stehen gekom«wen ist? Sie sehen zugleich eine Versicherung,die bündiger ist, als alle Unterzeichnung mög-licher Tractaten. Wie sollte ich einen Degenführen können? Ich kau kaum keine Feder halten.

Diese Versicherung war sehr unbedeutend; manhat nicht immer Gicht und Podagrak und über«dem wie viel Arme haben die Könige nicht l

Wenn man sich nun auch eine vollkommene undgetreue Vollstreckung i) dieses TractatS vorstellet,so opferte Frankreich alles der Vergrößerung desHerzogs von Orleanö auf: ihm allein zum Vortheileward der Frieden gemacht, und der Staat ve»lohr, anstatt zu gewinnen. Der Dauphin mach«te auch gegen diesen Tractat eine feyerliche Prote«station, und zwar in Fonrainebleau den lr.Dec.

1544. in Gegenwart des Herzogs von Vendome,des Grafen von Anguien und des Grafen von Au«male, die, als Zeugen, diese Acte mit unterschrie-ben. Die Königlichen Bedienten im Parlcmentvon Toulouse, die von dem Dauphin gewonnen,oder von ihrer Psiicht getrieben waren, machtenihrer SeitS gleichfals eine den 2:.Icnner 1546.

So bald der Kaiser den Tractat unterschrie-ben hatte, schickteer dem Grafen vonRoeupundBuren, die mit dem Herzoge von Nortfolk und ei-nem Theile der Englischen Armee Montreuil bela-gerten,

11 Lrrmom. ekr. ä.rr. cksrler V.