Siebentes Kapitel. 2Z9
dem erhielt der Baron de la Garde *) Befehl,fünf und zwanzig Galercn, die in Marseille stun-den , in den Ocean zu bringen und ste zu d' Anne»bauts Flotte stoßen zu lassen. Dieß war das zwey-te mal, daß man Galeren kühn genug fahe, durchdie Meerenge bey Gibraltar in das Weltmeer zu ge-hen, und das erste mal war es, daß man ste inst»großer Anzahl sahe. Unter der vorigen Regie-rung hatte Pregent de Bidoux im Jahr 1512.nur vier Galercn in den Ocean geführt, und die-ses Unternehmen hatte man für verwegen gehalten.
In dem Feldzuge, von welchem itzt die Redeist, wollten sich ackk bis zehen Genuesische Cara-quen zu den Französischen Galercn schlagen, unddieß beweiset, daß die Franzosen noch ein Ver-ständnis in Genua hatten, und daß Doria nichtmit einem uneingeschränkten Ansehen herrschte.Diese Caraquen waren saumselig und unglücklich:sie kamen zu spät, die meisten scheiterten bey demAusflüsse der Seine, weil ste die Vorsicht nicht ge-habt hatten, Piloten zu nehmen, die den Anker-grund kannten.
Der König begab sich nach Havre de Grace,und wollte die Einschiffung mit ansehen, die den6. Julius vor sich gieng '* ). Verschiedene Da-men
') Dieß war der CapitainPaulin. Sein eigentlicherName war Anton Escalin dcS Aymars.
**) Man kan leicht schließen, daß sich die ganze Flot-te nicht zu Havre befunden habe. Die übrigenSchiffe giengcn auS Honfleur, Harfleur, Dieppeund andern Hafen der Ndrmandie. Der allgemei-ne Sammelplatz sollte bey der Insel Whig! seyn.