Siebentes Kapitel. 247
Der Baron de la Garde gieng mit vier Ga-lten aus, um Kundschaft von dieser Flotte einzu-
Q 4 ' ziehen:
Ersten Zeiten formirt: dieser Mpnarch wollte end-lich cinelömglicheMarinehaben: cr istder ersterereine regelmäßige Flotte von Galercn in dery Mittel«sändiichen Meere hielt: und doch gehörten noch diemeisten dieser Galercn den Genuesern, wie Wir be-reits angemerkt haben.
In dem Feldzuge vomIahre sahe prall aus-ser oen Galercn große runde Schiffe, die damalseigentlich üiegroßenKriegSschiffewaren: der Könighattedieeinenervauenlaffen, und bloße Privatper-sonen hatten für die andern gesorgt-
Was die Art und Weise betrift, wie diese Schiffegerüstet wurden, so folgte dieselbe den Revolutionender verschiedenen Jahrhunderte. Die Artillerie warlange eingeführt, aber pran hattenichkso gleich einesicheren, gründliche Methode,dieselbe gut zu gebrau-chen. Man stellte einige Canoncn auf daö VerdeckdcS Schistü und das Bordertheil der Galercn : depGebrauch der Srückpforten scheint erst unter Ludwighem Zwölften aukgekommen zu seyn r und wie jedeErfindung u»d jeder Gebrauch anfänglich schwachjsr, wie Überbein die größten Schiffe, nur von einemmittelmäßigen Umfange waren, so waren sie auchvon Canoncn nicht überlade». DüVellay bemerktals etwas sonderbares, daß in dem Feldzuge voni;4H. in einer Canonade von zwo Stunden zwi-sch. n beiden Armeen , deren jede aus hundert Se-geln bestund , ungefehr drey hundert Schüsse von ei»per sowohl, als der andern Seite loßgefenret seyn.
Aus dem schlechten Zustande, inwelchembis da-hin die Französische Marine gestandest/ kan man.seicht schließen / daß ein Admiral eben nicht nöthighatteein Seevcrständiger zu seyn: daß die Pilotenjn einer Seemacht das größte Ansehen müssen gehabthaben, und daß man stein allen Unternehmungenhabt müssen zn rathe ziehen.