260 Sechstes und letztes Buch.
gen war befohlen, daß das Citadell eben an demAusflusse der Liane, an der Spitze, dem Tourd'Ordre *) gegen über , angelegt werden sollte.Der Marschall hingegen wählte eine weiter abgele-gene Stelle Namens Qutreau, und die ließ denEingang des Hafens vollkommen frey. Daraufbediente er sich eines Ingenieurs, der seinen Planübel begrif, und schlecht ausführte; und also en-digten sich alle Arbeiten, die lange Zeit schläfrigbetrieben und doch sehr kostbar gewesen waren,endlichst), daß sie fast ganz unnütz waren, unddaß man sie von neuen wieder anfangen mußte.
Indem dü Bellay, den der König abgeschickthatte, diese Arbeit zu besichtigen, ihm diese ge-treue Nachricht gab, erhielt der König einen an-dern Courier von dem Marschall dü Viez, derihm meldet, in acht Tagen würde das Citadel voll-kommen ausgebauet seyn. Dü Bellay, dem dieseNachricht unbegreiflich ist, gehet nach dem Lagerzurück, mit dem ausdrücklichen Befehl, dem Mar-schall in einer ganzen Rathöversammlung zu sa-gen r es wäre hohe Zeit, der Winter käme heran,und endlich müßte man nothwendig eine Partheyergreissen, entweder Boulognc anzugrciffcn, oderdie Engländer aus dem Ländchcn Oye zu vertreiben,um Guines auszuhungern, und Calais enger ein-zuschließen«): daß der Gouverneur von Ardres,
Dam-
*) Man sagt, dieser Thurm sey von Julius Cäsargebauct zu der Zeit, da er seinen Zug in Britan-nien vornahm, und dieß h«be ein Machthurni seyn
sollen, feinen Schiffen zu einer Leuchte zu dienen
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