Band 
Vierter Theil.
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Neuntes Kapitel.

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tel berauben konnte zu verführen. Der Cardinal ' >

hielt so einen Mann für geschickt genug, das Schick- 1546sal von Genua zu verändern. Er rechnete auf fei-ne Eifersucht gegen den Doria, die eine Verän-derung wünschte, und auf fein Genie, dresieaus-führen konnte. Er ließ ihn über ddn Entwurf,die Autorität der Franzosen in Genua wieder her-zustellen, unter der Hand ausspähen, und bildetesich ein, feine Ehrsucht würde keinen andern Zweckhaben können, als unter dem Schutz der Franzo-sen das zu seyn, was Doria unter dem Kaiserwar. Fieöque horchte Anfangs, und war fast -entschlossen, sich Frankreich zu überlassen, aberder kühne Verina, sein Vertrauter und sein Rath,gab ihm einen weit aussehendem Entwurf ein, derviel edler, aber auch viel chimärischer war, nem-lich das Kaiserliche Joch, das Joch der Franzo-sen, das Joch des Doria zu brechen, undaufdenTrümmern aller dieser Mächte seine eigene unum-schränkte Macht zu gründen. Fiesque ließ sichdurch diesen Entwurf berauschen, der damalsleichter auszuführen, als in der Folge zu behau-pten war. Von diesem Augenblicke an hatten sei-ne Absichten, seine Maasregeln, seine Schritte,alles, was er vornahm, nichts mehr mit Frank-reich zu thun. Der verwegene Verina, derbrausende Sacco, der kluge Calcagni und einigeandre Verschwornen, die alle Genueser von Ge-burt waren, wurden allein in dieses Complot ge-zogen. Der Ausgang desselben ist bekannt, dasGeheimnis desselben ward heiliggehalten, die Aus-

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