Neuntes Kapitel. 29z
Unterwerfen. Dieß Complot ward entdeckt, undman kam ihm zuvor. Dem Cibo ward der Kopfab- 1546geschlagen. Die Geschichte dieses Julius Cibo istein Gewebe von Empörungen gegen die Natur. Erhatte angefangen seine Mutter ihrer Güter zu berau-ben: der Cardinal Cibo, sein Oheim, der es mitder Kaiserlichen Parthey hielt, hatte ihn, weil erdie Sache der Franzosen begünstigte, in Pisa gefan-gen setzen lassen. Julius Cibo war im Begriff, denAndreas Doriazu ermorden,, dessen Nichte er gehey-rathet hatte *). Endlich war es seine eigene Mut-ter , mit welcher er sich wieder versöhnt hatte, dieseine Vcrrätherinn ward, und die ihm durch ihreAnklage auf das Todkengerüste führte.
Genua sahe wieder mit frolockenden Freuden denDoria der Gefahr entwischt, inwelche ihn allein dieFreyheit seines Vaterlandes, deren Stifter er war^gestürzt hatte: es glaubte, das Schicksal der Re-publik hange von dem Leben dieses großen Manne«ab; eöglaubte, dieTage desselben stehen unter ei-nem unmittelbaren Schutze des Himmels; inzwi-schen wollte-es dencnselben doch einen menschlichenSchutz geben, und erboth sich gegen den Doria, zudesselben Sicherheit ein eigenes Citadell zu erbau-en""). Doria verwarf den Anschlag: „auf mein
T z „Leben
*) Sie hieß Perctte Doria, und war eine Schwesterdes Jeanneti».
'*) OcravianFregoso hatte mit einer Liebe des Vater-landes, die des Doria würdig war, das Citadellniederreissen lassen, das Ludwig der Xk!. bey Germ«gebamthatte, unddessener sich wenigstens zur Be-festigung seines Ansehens hätte bedienen könne«.
Man nannte dieses Citadell; l^» rorre stell» LosteSi^