L94 Sechstes ». letztes Buch. Neuntes Kap.
„ Leben kömmt nichts an", sagte er, „ für eure„ Freyheit, meine lieben Mitbürger, habe ich alles„ gethan, und wenn ich euch lieb bin, so vernichtet„ mein Werk nicht." Man ließ nicht ab ihn zu bit-ten: man beriefsich auf die allgemeine Sicherheit:„ die allgemeine Sicherheit, versetzte Doria, hängt„ nicht so wohl von Wällen und Soldaten ab,als von„ der Einigkeit der Bürger." Dieß waren jeder,zeit die Gesinnungen und die Handlungen des Doria.Und also dienten die aufrührischen Versuche derFies.qaen, und das von Cibo weiter zu nichts, als daß siedie Bande der Zärtlichkeit zwischen einem wohlthäti«gen Bürgerund seinem erkenntlichen Vaterlande de-sto genauer zusammen zogen.
Man hat vorgeben wollen, Cibo habe eben sowohl als Fiesque, mit den Ministern und Anhän«gern von Frankreich, inAbsicht auf diesen Entwurfigcgen Doria, geheime Unterredungen gehabt: dieß,kan seyn, aber man hat triftige Ursachen zu zweifeln,ob sie auch seinen Entwurfgebilliget, und man unter-stehetsich zu behaupten, der König würde ihn ver«»werfen haben. Franz der Erste, der unter seinenSchmerzen und Schwachheiten erlag, beschäftigtesich einem Kriege zuvorzukommen, und dachte annichts weniger als denselben, sonderlich durch der-gleichen Mittel, zu erneuern. Er befestigte seineGränzen: er brachte seine Finanzen in Ordnung, erbeweinte seincnSohn und war weit entfernt, einengroßen Mann, den ihm seine Jahre und sein Ruhmehrwürdig machten, ermorden zu lassen.
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