Band 
Vierter Theil.
Seite
310
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z 10 Sechstes und letztes Buch.

er macht Intriguen, er stiftet Mishelligkeiten, erstiegt durch Deutschland, durch Italien, durchSpanien, er ist allenthalben: er hält große Mäch-te im Zaum, er unterwirft kleine, und bindet bei-den durch seine Unterhandlungen die Hände.

Bayle macht die Anmerkung, Franz der Er.ste müsse sehr furchtbar geschienen haben, weilman öfter gegen ihn, als gegen Carl den FünftenBündnisse schloß: aber der Kaiser war es, derdie Kunst verstund , ihn so furchtbar vorzustellen.

Ucbcrdem bewiesen diese Bündnisse nicht alle-zeit eine Furcht für die Macht desjenigen, gegenwelchen sie geschlossen wurden: nach der Nieder«läge des Marschals Lautrer, und der Austreibungder Franzosen aus Italien im Jahre 1521. ver-band sich das ganze Italien wieder sie: fürchteteeö sich damals mehr für den verjagten, und über«wundenen Franz den Ersten, als für den Kaiser,der ein Herr von Mailand, und dem KönigreicheNeapel war? Nein, das verzagte Italien glaub-te, es würde seiner Ruhe sicherer seyn, wenn esfriedlich zu den Füssen seines Siegers kröche, alswenn es dem Ueberwundenen mit Nachdruck dieHand böthe, sich wieder zu erheben.

Heinrich der Achte verbindet sich wirklich mehrmit Carl dem Fünften, als mit Franz dem Er-sten : wir haben den Grund davon schon angege-ben: überdem glaubte derselbe, er habe Rechts-

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