Band 
Vierter Theil.
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Dritte Abhandlung. Z41

ließe, als wenn er ihnen gnädig die Hand reichte,ihre Größe, ihre Macht scheinen nichts, als freyeGeschenke seiner grosmüthigen Güte. Ist ihrePerson heilig, so ist sie es, sagt der Kaiser, des-wegen, weil sie ein Theil seines Leibes sind: namöe ipsii P3t8 corporis noiiri sinnt. Nennt ersie die Grundfesten und unbewegliche Säulen desheiligen Römischen Reichs, so erhalten sie dieseglorwürdige Benennungen und Titel bloß wegender Ehre, die sie haben in dem Pallaste des Kai-sers gewisse Aemter zu bedienen. Seine halb des-potische, halb väterliche Autorität treibt seine ho-he Aufmerksamkeit so weit, daß er ihnen befeh-let, ihre Söhne Latein, Italiänisch und Sclavo-nisch lehren zu lassen.

Als eine Folge eben dieses Geistes bestrebt erscheinen gewaltigen Unterschied zwischen den Churrund andern Reichsfürsten ),u machen, daß er sogar die Verbindungen der Städte unter sich fürVerschwörungen schilt, und sie aufs künftige, un-ter den schärfsten Strafen verbiethet; die einmaleingeführten scheint er nur dulden zu wollen, dochso, daß er sie in der Folge zerstöhren zu wollen,das Ansehen hak.

Man kan die Güldne Bulle als einen neuenVersuch ansehen, die Kaiserliche Autorität wiederzu erheben; als einen Versuch, der denen ähnlichist, die die Kaiser schon oft dadurch gemacht hat-ten, daß sie bald die Clerisey den weltlichen Für-sten entgegen stelleten, bald die Städte von derHerrschaft geist-so wohl als weltlicher Fürsten be-

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