Band 
Vierter Theil.
Seite
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z66 Dritte Abhandlung.

fest. Friedrich der Dritte foderte, aus Geih,Geld anstatt der Truppen, und unvorsichtiger Wei.fe willigten die Stände darinn: Maximilian zoggleichfals Gcldsubsidien vor, doch wandte er we-nigstens einen Theil dieser Summen an, zumUnterhalt regelmäßiger, und in Regimentern ver-theiltet Truppen: dießist das berühmte Corps, das >von seinen großen Lanzen, womit es gerüstet war,den Namen der Lanzknechte, oder Lansquenetsführet. Da diese Soldaten kein ander HandwerkHatten, als den Krieg, so gewöhnten sie sich da-durch an die Kriegszucht, und wurden muthig, siewurden geschickt, den Gefahren zu trotzen, undsonderlich alle Strapazen auszustehen, und dieserletzte Vorzug machte sie durch ganz Europa be-rühmt. Wie Maximilian übrigens diese Leuteschlecht bezahlte, sonderlich wenn er ihrer nichtbrauchte, so ließen sie sich nach eigenem Gefallenunter fremden Mächten anwerben r daß also Ma-ximilian in der Einrichtung dieser Soldaten nichtso wohl für das deutsche Reich, als für das ganzeEuropa regulirte Truppen einführte.

Hätte Deutschland diese Pflanzschule vonKrie-gern in seinem Schooße zu erhalten gewußt; hätteübrigens die Menge, und die Uneinigkeit seinerGlieder, die Schwäche seines Oberhauptes, dieEifersucht seiner Collegen, die Berathschlagungenseiner Reichstage nicht zu ungewiß, die Ausfüh-rung ihrer Abschiede nicht zu langsam gemacht; sohätte es seinen Machbaren sehr furchtbar werdenkönnen: aber die Schwierigkeit den Beytrag eines

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