Band 
Vierter Theil.
Seite
365
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Dritte Abhandlung.' z6;

räuberischen Einfällen der Perser, oder den Em-pörungen der Bässen offen stehen lassen mußten.Ueberdem konnten sie im Winter ihre Armeen inDeutschland nicht unterhalten, so wohl wegen derKälte, gegen die sie nicht abgehärtet genug waren,als auch wegen der Armuth der deutschen Provin-zen, die an der Europäischen Türkey gränzen.

Kriegsmacht von Deutschland.

(Deutschland war sehr kriegerisch, und so frucht«bar an Soldaten, daß es fast allen andernNationen welche überlassen konnte. DieserBlut-handel der Deutschen mit andern Völkern warauch die einzige Ursache, warum die Schweizerund Deutschen Nebenbuhler waren. Der Kriegs-siaat von Deutschland gewann unter Maximiliandem Ersten eine neue und vortheilhaftere Gestalt.Die schwer gerüstete Reuterey kam zwar der Fran-zösischen Gendarmerie bey weiten nicht gleich, bis-her aber hatte sie doch die vornehmste Stärke vonDeutschland ausgemacht: die deutschen Fußvölkerwaren, wie ehemals die Französische Infanterie,< nur zu einem Feldzuge angeworben, und hattealso niemals Zeit einen gewissen kriegerischen Geist zugewinnen: bis aufSigismundsRegierung gab jederReichsstand nur eine unbestimmte Zahl Truppen:SigiSmund setzte, durch die Matriculartaxen, dieer auf dem Neuburgischen Reichstage einführte,diese Zahl, eben sowohl als die Artilleriesiücke,und die Summen, die jeder Stand gehen mußte,

fest.