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Der Cicerone : eine Anleitung zum Genuss der Kunstwerke Italiens / von Jacob Burckhardt
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Römische Basiliken des IV. bis VII. Jahrhunderts.

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S.Paul (IV. Jahrhundert) wird mit seinen jetzigen Säulen von Sim- aP ongranit und mit seinen höchst colossalen Verhältnissen das Wesent-lc e des Eindruckes einer Basilica ersten Ranges immer am getreu-^en wiedergeben, leider getrübt durch die höchst willkürliche moderneec °ration des Querschiffes (und, wir fürchten, auch des Langbaues,^ Venn derselbe vollendet sein wird). Man halte sich an die Räumlich-st und die Ilanptformen.

S. Maria maggiore (V. Jahrhundert) mit wahrscheinlich!)Geb" S gearbeiteten, nicht entlehnten ionischen Säulen und gerademv^lf ^ ^' e d'daster der Oberwand sind in ihrer jetzigen Gestalt und

bai CiCllt til)erllau P t modern, die Apsis im XIII. Jahrhundert nmge-g , ^' e schöne, feierliche Wirkung beruht wesentlich auf dem aus-Ena 8 lcaen Oberlicht. Die (beste vorhandene) Renaissancedecke vome des XV. Jahrhunderts.

uhen^' (V* Jahrhundert) ebenfalls von schönem, ursprüngli-c

em Eindruck, der nur wenig gestört wird. Die Vorhalle gegen dashin im XII. Jahrhundert so gestaltet, wie sie jetzt ist.

,j er ' Pietro in v in coli (V. Jahrhundert) hat durch den Umbau dv er mauer des Mittelschiffes seine alte Herrlichkeit eingebüsst,Z e nocl1 die mächtige Apsis und die Anordnung des Querschiffesdi(T S u SSeel,en ' ~ S-Prisca (V. Jahrhundert?) zeigt wenigstens noch eg Disposition.

an Lorenzo fuori le mura gewährt in seinem altern Theilf

---uren!

Jahrhundert) zunächst eine reiche Sammlung antiker Baufragmente,sel1 »t aus der besten Zeit. Diese ältere Kirche, zweistöckig, unten mit ge-yadem Gebälk, oben mit Bogen, hatte ihre Nische da, wo im XHI- JaM-uudert die neuere Kirche, welcher sie jetzt als Chor dient, angebautWurde. Bei diesem Anlass wurde ihr ursprünglicher Boden, der sonstGefer als die neue Kirche gelegen hätte, beträchtlich erhöht und mitBalustraden im sog. Cosmatenstyl (s. unten) versehen. Der Werth isWesentlich ein .1 -

_ , ,,ttt Jahrhundert) giebtg

S. Agnes e, eine Miglie vor Porta Pia (V ten T ein-den Eindruck einer Basilica mit Obergeschoss am r( .. cr y er jj n _

i die Halle ist hier wie in S. Lorenzo als E eführt. Unter

dungsgang für das obere Stockwerk auch vorn eru ® S ,. au f_

den antiken Säulen sind zwei mit vielfach profdirter a ^ß. Cicerone.

ein malerisch-phantastischer.