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Der Cicerone : eine Anleitung zum Genuss der Kunstwerke Italiens / von Jacob Burckhardt
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Romanische Architektur. Alte venez. Bauten.

ten Goldfarbe der sphärischen und cylindrischen Flächen, und auf derernsten Farbigkeit aller plastischen Gegenstände; abgesehen von demhier sehr stark mitwirkenden historisch-phantastischen Eindruck.

Diesem Gebäude kann schon desshalb in und um Venedig nichtsmehr gleichkommen, weil nur Ein politisch-religiöses Palladium, nurEin Leichnam des Evangelisten vorhanden war.

Von den Kirchen der umliegenden Inseln wurden diejenigen aufaTorcello schon bei einem frühem Anlass (S. 91, a; 94 ,a) erwähnt-b Der Dom (S. Donato) in Murano aus dem XII. Jahrhundert, eine ge'wölbte Säulenkirche mit Querschiff auf Pfeilern, ist in der innern De-coration mit aller Anstrengung der Pracht von S. Marco genähert;Säulen von griechischem Marmor, ein ähnliches Bodenmosaik u. s. W-Aussen dagegen zeigt die Chorseite, auf welche Art sich dieser Stylohne Marmorbekleidung in Backstein zu helfen suchte,c Von weltlichen Gebäuden dieses Styles ist der sog. FondacOde Turchi, ein alter Privatpalast, das bedeutendste; eine lange Log'gia mit überhöhten Rundbogen über einer starken Säulenhalle im unternStockwerk giebt ihm ein bedeutendes Ansehen. (Mit den Türken hatdas Gebäude erst seit 1621 zu schaffen.)

Ausserdem: Palast Farsetti, jetziges Municipio (nahebei der :Post) mit einer durchgehenden Stellung von Doppelsäulclien im ersten iStock und einer viersäuligen Halle im Erdgeschoss, deren Basen uffl'gekehrte Capitälc sind. (Innen ein schönes Treppenhaus des Barock'cstyls.) Noch bedeutender der anstossende Palast Loredan, mitbunten Incrustationen. (Soll in einen Gasthof verwandelt werden)-f Ein kleiner Palast zwischen Palast Miclieli und Palast Civran lm*sogar von jenen kleinen Zierfensterclien, wie sie an S. Marco vor'kommen.

Diese siimmtliclien Gebäude mögen uns etwa das Venedig des vier'ten Kreuzzuges (1202) vergegenwärtigen helfen.

Zwischen Venedig und Toscana, in derLombardie und stellen'weise die ganze Via Aemilia abwärts bis ans adriatische Meer