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geben. — Und inzwischen starb der Baumeister und es vergingen üb® r100 Jahre, ehe man sich wirklich an die Kuppel wagte. Nach de®Abbildung einer Idealkirche zu scliliessen, welche in den Fresken d®®Capelia degli Spagnuoli bei S. Maria novella (1322) vorkömmt, hält 6Arnolfo eine etwa halbkugelförmige Kuppel beabsichtigt, deren U®'simse dem Hauptgesimse des Langhauses entsprochen hätte, und d>®mit den Kreuzarmen im Ganzen eine Pyramide gebildet haben würd®>vielleicht eine harmonischere Gesammtform als die jetzige, durch de®Cylinder erhöhte Kuppel Brunellesco’s mit den von ihr einigermass®®gedrückten Anbauten darbietet. — Der unangenehme Eindruck d® 9ganzen Kuppelraumes wird durch das wenige und zerstreute Licbbdurch die schon beim Langhaus genannte Galerie und durch die B c 'malung der Kuppel noch verstärkt; ein widriges Echo steigert d 1 ®ins Unleidliche. Man darf nur nicht vergessen, dass ohne dieses Lehr'stück keine Kuppel von S. Peter vorhanden wäre.
a Die Fassade wurde 1332 nach einem herrlichen EntwurfG i o 11 o' s begonnen. Das wenige, was davon vollendet war und 15®^wieder weggenommen wurde, sieht man tlreilweise dargestellt in eine® 1der Frescobildcr Poccetti's im ersten Klosterhof von S. Marco. (W» 11 ^vom Eingang rechts, sechste Lünette. Die Darstellung des Dom® 9in einem Frescobild desjenigen Kreuzganges, welcher sich unmittel'bar an der Südseite von S. Croce hinzieht, ist sehr verdorben u®unbedeutend.) — Ein schweizerischer Architekt, der zu früh verstof'bene Joh. Georg Müller von Wyl, hat nach diesen und andern Indici®®eine Fassade entworfen, wie sie für dieses Gebäude nicht vollko® 1 'mener gedacht werden könnte ■).
b Noch eine andere Gewölbekirche auf viereckigen Pfeilern, S. ht®ria maggiore in Florenz , wird Arnolfo zugeschrieben. Schlafdas Mittelschiff oben ohne Fenster; statt der Capitäle blosse Sim 5 ®’sowohl an den Pfeilern als an den darüber emporsteigenden W» n< *
epilastern. — Derselben Schule gehört S. Remigio an, mit kaum üb®®liühtem Mittelschiff, auf achteckigen Pfeilern mit Blättercapitälen-Sodann baute Arnolfo selbst (seit 1294) die gewaltigste #d®®