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Der Cicerone : eine Anleitung zum Genuss der Kunstwerke Italiens / von Jacob Burckhardt
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Frührenaissance. L. B. Alberti.

nio Rosellino, welcher sonst vorzüglich als Bildhauer berühmt undvon dem gleichnamigen Bernardo (s. unten) zu unterscheiden ist.

Noch ganz der frühem Renaissance gehört auch der grosse Flo-rentiner Leon Battista Alberti an (geh. 1398). Er ist der ersteencyclopädisclie Theoretiker der italienischen Kunst, ausserdem aberauch einer der ersten Architekten seiner Zeit. Sein wichtigstes Ge-a bände, die Kirche S. Francesco in Ri mini, eigentlich nur Ausbaueiner gothisclien Klosterkirche, deren Bogen im Innern er bloss imneuen Styl überkleidete, zeigt in der Fassade und in den Aussenseitenhöchst originelle und (soweit sein Bau reicht) eigenthiimlich schönef>Formen. In Mantua ist am S. Andrea noch die von ihm angege-bene Grundform, namentlich in der edeln Vorhalle, doch nur mit grossenc Veränderungen erhalten. In Florenz rührt der grosse runde Chor-bau der Annunziata von ihm her (durch totale Verkleidung undVermalung im Barockstyl unkenntlich gemacht; doch mögen die ge-wölbten untern Capellen sich von jeher unschön mit dem grossenRund geschnitten haben; die Kuppel ohne Lanterna). An der reich-dincrustirten Fassade von S. Maria novella musste er sich einerschon begonnenen gothischen Decoration anscliliessen, deren sehr leiseGliederung ihm jeden nachdrücklichen plastischen Schwung verbotund ihn zum Ersatz durch Mosaicirung nöthigte; am untern Stock-werk ist die ungemein schöne mittlere Thür mit dem cassettirten Bo-gen von ihm; im obern Stock gab er das erste bedenkliche Beispie'jener falschen Vermittelung mit dem untern mittelst verzierter Voluten,wahrscheinlich weil ihm die von beiden Seiten angelehnten Halbgiebel(die er doch in Itimini brauchte) zu der sonstigen decorativen Haltungdes Ganzen zu strenge schienen. Sein schönstes Bauwerk in Florenz ,e der Pal. Ruccellai (Via della vigna nuova), zeigt zum erstenmal diespäter so beliebt gewordene Verbindung von Rustiea und Wandpil a 'stern in allen drei Stockwerken; auch die dreibogige Loggia gegen-über ist von ihm. Im Auftrag derselben Familie errichtete Alberti.fl467 in der nahen Kirche S. Pancrazio (jetzt Lotteriegebäude) denköstlichen kleinen Zierbau des „heiligen Grabes“. An Pal. Stiozzi-