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Der Cicerone : eine Anleitung zum Genuss der Kunstwerke Italiens / von Jacob Burckhardt
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Renaissance-Decoration Fassadenmalerei.

a di Malta ; Pal. Spinola (Str. nuova), sehr vollständig durchg 6 ^,auch im Hofe. Der Inhalt ist bisweilen speciell genuesisch;rühmte Männer und Tliaten der Republik . Oft aber auch sehrgemein, sodass man in Ermanglung anderer Gedanken z. B. nüt jzwölf ersten römischen Kaisern vorlieh nahm, die in der ProfankJ^

dieser Zeit ja ein förmliches Gegenstück zu den zwölf Aposteln

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der architektonisch sehr bequemen Zahl zu Liehe, in der uns ^einmal ihre Biographien bei Sueton überliefert sind. (Man hat si°XVI. und XVII. Jahrhundert auch unzählige Male neu in Ma rl11dargestellt.)

Eine andere, eigenthiimliclie Ausbildung dieses Zweiges ;Florenz , wo wiederum der schon genannte Poccetti darinBeste scheint geleistet zu haben. Schon die Frührenaissance hat

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in bloss ornamentalen Sgraffiti einiges Treffliche anfzuweisen, 11 .bz. B. die Fassaden Borgo S. Croce N. 7894 und Via de' Guicei» 1 '^N. 1696 beweisen, beide wohl noch aus dem XV. Jahrhundert-der Folge wurden phantastische Figuren, Pane, Nymphen, Medaihin dem noch schönen beginnenden Barockstyl, auch ganze grosse b*storische Compositionen einfarbig an den Fassaden angebracht,sie zu den derben Fenstereinfassungen, Nischen mit Büsten, 'VVapl ,e#cu. dgl. recht glücklich wirken. Haus via della Scala N. 4372; ,nC ^,rere Paläste Ammanatis, wie Pal. Ramirez, Borgo degli Albi***440 u. s. w. (Wozu noch der grosse Palast auf Piazza S. Stef 8 * 0in Pisa zu rechnen.) Aber auch die Bemalung in Farben " tUnicht selten versucht, und hat sich verliältnissmässig besserals man denken sollte. Wir nennen nur die Fresken (nach Sal VJ * ,dan Pal. Coppi, Via de' Beuci N. 7912 und den sehr auffallenden 1edel Borgo auf dem Platz vor S. Croce, dessen Malereien untertung tmd Theilnahme des in seiner Art grossen G io v. da San G l0vanni zu Stande kamen. Ihr Zweck war gleichsam, die mangd* 1Raumschönheit der nordisch fensterreichen Fassade zu ersetzen, (rfzwei kleinern, farbig bemalten Paläste in Pisa auf dem genannt 0 * 1Platz sind sehr verwittert.)