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Der Cicerone : eine Anleitung zum Genuss der Kunstwerke Italiens / von Jacob Burckhardt
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356
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Architektur von 1540 bis 1580.

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gekannt wie er. Die Frucht hievon war, dass er das Ganzewirksame Aufeinanderfolge der einzelnen Glieder des antikenraumes (Säulenstellungen, Pilaster, Nischen u. s. w.) mit einerheit und Originalität für jeden einzelnen Fall neu und anders rC ^ rI)duciren konnte wie kein Zeitgenosse. — Im Detail hielt er

von der ornamentalen Pracht der Kaiserhauten;

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sei es, dass >" cJVerdunkelung des Hauptgedankens durch dieselbe fürchtete, oder ^die vorhandenen Mittel lieber auf die Grossartigkeit der Anlage u $oder dass er dem frühem Alterthum auf diese Weise näher zuhoffte. Seine Capitäle, Gesimse u. s. w. sind meist einfach, das Veglische möglichst beschränkt, die Consolen ohne Unterblätter u. s- c fentsteht dadurch ein Eindruck des Nüchternen und Kalten, "* j e ;jgerade auch den frühem Römerbauten mag eigen gewesen sein! ^das Detail wird wenigstens nie verachtet und barock gemissh®*^wie bei den Spätem; ein hoher Respect vor dem Überlieferten sC '*den Meister vor den Abwegen. jjp

Er ist der letzte und vielleicht höchste unter denjenigentekten des XVI. Jahrhunderts, welche in der Kunst der Properund Dispositionen gross und eigenthümlich gewesen sind. 55 ® s ^der Einleitung zu dieser Periode gesagt rvurde, kann hier mW °besonderer Beziehung auf ihn zum Schlüsse wiederholt werde®Verhältnisse sind hier nicht streng organischen, nicht constr® .Ursprunges und können es bei einem abgeleiteten Styl nicM ^gleichwohl bilden sie ein echtes künstlerisches Element, da s ^sehr bestimmte Wirkung auf den Beschauer äussert und da®gebildetste Gefühl im Künstler selbst voraussetzt. Wir dürf eD ^unserer jetzigen Kenntniss der echten griechischen Bauordnungcopirten römischen Einzclformen Palladio’s völlig verschmähen i ^derjenige Baumeister muss noch geboren werden, welcher ihö^ ^ ^Raumhehandlimg — sowohl der Grundfläche als des Aufm®... g ^eUirgendwie gewachsen w'äre. Allerdings lioss ihm bei den R® ^der vicentinische Adel eine Freiheit, wie sie jetzt Keinem ine ^j 9 se®)gönnt wird; die Bequemlichkeit wurde der Schönheit des Grün jjder Fassade und des Hofes mannigfach aufgeopfert. Um diese 11 j, eerhielt Vicenza und die Umgegend eine Anzahl von Gebäuden,