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Der Cicerone : eine Anleitung zum Genuss der Kunstwerke Italiens / von Jacob Burckhardt
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650
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050 Sculptur des XVI. Jahrhunderts. Oberitali e0

aund sehr tüchtig: die Lunettengruppe der Auferstehungam linken Seitenportal (wenn Christus sich auf einen ^

' ter zu stützen scheint, so hat der Künstler diess wohl n ^sich in einem reichern Linienproblem zu versuchen); ^ ^^

von den Reliefs der Geschichte Mosis am rechten ^ > ^ aS .. 0 jp (fr ^ {(Portals, in offenbarem und glücklichem Wetteifer mit *

entworfen sowohl als ausgeführt. — Mehr malerisch als ^

köstlich wie die besten jener Miniaturgeschichten d er üerü' 11 '',*.1 ) Malerschule erscheinen die drei Reliefs am Untersatz A eI j C n ?Area in S. Domenico, eine der geistvollsten und debeiten dieser Gattung. _ ^ ^

c Eine ungleiche, zum Theil sehr tüchtige Arbeit S1 $$d daillonköpfe an Pal. Bolognini, N. 77. — Das Grabmal R an j ej ,

S. Micchele in Bosco (rechts vom Hauptportal) ist ei neS 1jener oheritalischen Soldatengräher, welche den Geharnisc* 1mernd und über ihm die Madonna darstellen. ( |;e * (

In Alfonso’s spätester Zeit entstand dann wahrscheim 10 ^c lehensgrosse, flgurenreiche Thongruppe im Oratorium t> el ^della Vita (zugänglich auf Nachfrage in den links an .

stossenden Bureaux, eine Treppe hoch). Nicht ohne M 11man darin eine Darstellung des Todes Mariä; ringsum d> evorn am Boden die nackte Figur eines Widersachers; cl<l ^Apostel' will eben ein schweres Buch auf ihn werfen, rvird a ^ ßdem in der Mitte erscheinenden Christus zurückgehalten ’)• * jic 3 * (sem wunderlichen Zug, der uns sonst bei keiner Darstellü®

Scene vorgekommen ist, bezahlt Alfonso seinen Tribut “ n . s { $oberitalische Manier des heftigen, grellen Ausdruckes.

Gruppe merkwürdig durch ihren Gegensatz zu denjenig^ 11 gC j»e ^garelli; sie macht Anspruch auf plastische, nicht bloss mal erl

_ cf d> e

O Yasari sagt: „ein rühmliches "Werk, worin u. a. ein Jude jjpr^

Hände an die Todtenbahre der Madonna legt.“ — Wozu der dcutscj^geber bemerkt: dieses Ereigniss werde erzählt in der Schrift » ,

virginis“, welche dem Bischof Melito (H- Jahrh.) zugeschrieben " jjcn e fitaber für beträchtlich neuer gilt. Ich will die oben im Text g c £ e c jd ctung nicht weiter vertheidigen, da meine Erinnerung an diemehr frisch und die genannte Schrift mir nicht zur Hand ist-