904
Malerei des XVI. Jahrhunderts. Rafael.
Gegenstand und bildete ihn im Geiste der grossartigsten Schonso weit es bei dem herben Symbol möglich war. DurchSchiebung der Gestalt des Gottvaters bringt er erst den ^ areI ^ D gel'druck des Schwebens hervor; die aufgehobenen Arme, von z v ' rel g c g-hindern unterstützt, geben das Gefühl eines ganz übermächtig 9l ifnens; Gottvater thront nur auf dem Adler, denn Löwe und s jewelche seine Füsse sinken, sind bloss geschickt liinzugeoi 1 g j e htblicken nebst dem anbetenden Matthäusengel empor; Gottvab®*^ ^aber nur letztem an. Man kann dieses verschiedene Verhalte® ^
vier Sinnbildern willkürlich nennen; hätten wir aber nur viel von
ser Willkür! — Das Bildtheilungen der Loggien fallen.
Ab'
möchte etwa in die Zeit der
(Das florent. Exemplar wird ^' .jjjSifacli angezweifelt, dasjenige welches 1852 im Besitz des ^ v
„ii>eiu^,,
Piela in Venedig war, von geübten Augen vorgezogen.)
Das zweite Werk giebt das Übernatürliche durch Spieg®^deiner Genossenschaft von Heiligen: die berühmte h. Cäcil lfl giß
Erde U®f “
Weltlichen Toninstrumente, halbzerbrochen, saitenlos; selbst d 10 " ^ i«Orgel sinkt_aus den Händen der Heiligen; Alles lauscht d e ®den Lüften nur angedcutetcn Engelchor. Dieser wunderbar i gißsirten, obern Gruppe gab Rafael den Gesang, dessen Sieg u ^Instrumente hier dem an sich unmalbaren Sieg himmli sC ^ e ^|,olibüber die irdischen mit einer wiederum bewundernswerthen *-»substituirt wird. Cacilia ist mit grosser Weisheit als reiche^sinnlich gewaltige Bildung gegeben; nur so (z. B. nicht a ^ S ßjjjcb eäinteressantes Wesen) konnte sie den Ausdruck des vollen
ist i
ohne Aufregung darstellen. Auch ihre fürstliche Kleidung *—^hier gewollten Zweck wesentlich und steigert e ' jCI ^, |11 )lß s ’
rif 1
für den
Ausdruck der völligen Verlorenheit in ruhigem Entzücken- 'innerlich erschüttert, stützt sich auf das Schwert; die gefaltetein seiner Hand deutet an, dass in Gegenwart der himnili®®^® 11 e jgel lmonien auch die geschriebene Offenbarung als eine erfülltedürfe. Johannes, in leisem Gespräch mit S. Augustin, beide . j,tli^den erregt zuhörend. Magdalena endlich ist (offen gesagt) a ^ ^theilnalimlos gebildet, um die leise Scala des AusdruckesÜbrigen dem Beschauer recht zum Bewusstsein zu bringen,