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Malerei des XVI. Jahrhunderts. Rafael.
schönsten Motive wie von selbst. Bei genauerer Betracht®man aber von dieser Ansicht abgehen und glauben, d assund Nachsinnen dabei war. Die Doppeltreppe, die halbrunde®keil, die Kirchenhalle selbst sind an sich ein architekton lS
Bild.
lauter Reitern ■
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sollte es nicht nahezu unmöglich sein, nebe®^jgeflThierwelt, so viel physischer Kraftäusserung dem höhern ( c \fiGehalt zu seinem Rechte zu verhelfen? Allerdings für die 1® jt**'
Erscheinung blieb nicht viel Raum übrig, aber er wurde | C )i'
Statt wolkenthronender Apostel drohend vorwärts schwebende)sam eine überirdische Begleitung des ruhig mit den Seinig e11
ziehenden Papstes. Bei den Hunnen sieht nur Attila ' waS
mit der lebendigsten Wendung des Entsetzens; bei seine® 1 ^ u®'sind die Rosse ahnungsfähiger als die Menschen, sic werdenscheu, wodurch ein prächtiges Leben in die Gruppe ko® 11 ^
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ilinen verdunkelt sich der Himmel und ein Sturmwind
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Banner. Bei der Bildung^der Rosse ist das Ideal unserer J qc'Pferdekenner allerdings nicht berücksichtigt. Man setze a^ ,er ^ v jjrd el1danken die Pferde eines Horace Yernet an ihre Stelle; sie gjiel* 1hier unerträglich sein, während wir sie in der Smala etc. 1 gst'
Fug bewundern. Attila’s schwarzer Hengst ist noch ruhig;
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volle Geberde des Königs durfte nicht etwa durch das Bäu® 11311
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Thieres mitverursacht scheinen.
Petri Befreiung, höchst originell in drei Momenten jjjpel"Auch die Wächter nicht unwürdig; zwar befangen, aber nie' 1 * c jS'
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liaft. In der Scene rechts wird Petrus von dem ausserordenth 01nen Engel wie im Traum geführt. Der Lichteffekt mit hohergung gehandhabt; es ist ihm nichts Wesentliches aufgeopfert- .
Die allegorischen Sockelbilder enthalten noch in ihrer v jdGestalt rafaelische Motive, die nicht zu verderben sind. — ^® j,ii^Deckenbildern erkennt man eine ähnliche, nur freiere Vereides Styles, wie in den Eckbildern am Gewölbe des vorige®wie diese als Mosaiken, so sind sie als Teppiche gedacht.