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Der Cicerone : eine Anleitung zum Genuss der Kunstwerke Italiens / von Jacob Burckhardt
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Malerei des XVI. Jahrhunderts. Coreggio-

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zu modelliren. Bei Coreggio zuerst ist das Helldunkel wesßöden Mitausdruck des malerisch geschlossenen Ganzen; in diesciö^^^j.^von Lichtern und Reflexen liegt gerade der Naturmoment ausg j e3

Abgesehen davon wusste Coreggio zuerst, dass die Oberfl» ^

menschlichen Körpers, im Halblicht und im Reflex den rei 2 ® 0Anblick gewährt. y e ye

Seine Farbe ist in der Carnation vollendet und auf e ^ ne " g jaaufgetragen, die ein ganz unendliches Studium der Ersehe® 111 ®^Luft und Licht voraussetzt. In der Bezeichnung anderer Stoff® gsnirt er nicht; die Harmonie des Ganzen, der Wohllaut der Üh el Sliegt ihm mehr am Herzen.

Das Hauptmerkmal seines Styles aber ist die durcligäng 1 ^ ^wegli-chkeit seiner Gestalten, ohne welche es für ihn l '®* 11 T\[#s ä 'und keine vollständige Räumlichkeit giebt, deren wesentlid ierstab ja die bewegte und zwar mit dem vollkommenen Schein der tclichkeit bewegte, also je nach Umständen rücksichtslos verl i U se jt9Menschengestalt ist i). Er zuerst giebt auch den Glorien <les J® ^einen kubisch messbaren Raum, den er mit gewaltig wogend®®.^,stalten füllt. — Diese Beweglichkeit ist aber keine bloss äu3Se . fl er'sondern sie durchdringt die Gestalten von innen heraus;. Coregoräth, kennt und malt die feinsten Regungen des Nervenlebens- ^Von grossen Linien, von strenger architektonischer Comp®ijö»'ist bei ihm nicht die Rede, auch von der grossen, befreiendenLeit nicht. Sinnlich Reizendes giebt er in Fülle. Hie undräth sich auch eine tief empfindende Seele, welche vom Vh ! ^5ausgehend grosse geistige Geheimnisse offenbart; es giebt Bild® )(Leidens von ihm, welche zwar nicht grossartig, aber durcha 11rührend und mit unendlichem Geist durchgeführt sind. (Von sa Christus am Ölberg eine gute alte Copie in den Uffizien.) ^ csind Ausnahmen.

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0 lis ist kaum anders möglich, als dass G. das Hauptwerk seines einzig 2 u

gängers in dieser Richtung, die Ilalbkuppcl des Chores von SS- r

Rom vonMelozzo da Forli gekannt habe. (Ansicht Mündlers,gen, Kunstblatt 1851, S. 158 gebilligt.) Sonach hätte er Rom überhaupt g