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Der Cicerone : eine Anleitung zum Genuss der Kunstwerke Italiens / von Jacob Burckhardt
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995
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Äussere Bedingungen des Manierismus. 995

ei1 Bedingungen in die Hände; alle zünftige und locale Gebun-hatte aufgehört; jeder Grosse und jede KirchenverwaltungV i^ QTl für ihre Gebäude einen monumentalen Schmuck von oft^ 6ure m Umfang und in grossem Styl. Aufgaben, zu welchen^ a *ael und Michelangelo mit Aufwand aller ihrer Kräfte hin-S ^ ba Hen. gelangten jetzt bisweilen an den Ersten Besten, wur-k ( aUcl1 wohl das Ziel, nach welchem Ehrgeiz und Intrigue um die

k rannten.

%i n fahren Höhegrad des jetzt zur Mode gewordenen Künst-le ." 3 s ahen die klugem Künstler ihren Gönnern sehr bald ab. Siea teri, dass die Herren vor Allem rasch und billig bedient seinnnd richteten sich auf Schnelligkeit und die derselben an-l^ Ss enen Preise ein. Sie sahen auch recht wohl, dass man an^ ? 6 ' an g e l° weniger das Grosse, als die phantastische Willkür undjj. ^stimmte Äusserlichkeiten bewunderte und machten ihm nuntk bß n nach wo es passte und wo nicht. Ihre Malerei wird eine%r Un ® von Effekten ohne Ursachen, von Bewegungen und Muskel-\ e ®§ Un gen ohne Nothwendigkeit. Endlich richteten sie sich auf; Was die meisten Leute von jeher in der Malerei vorzüglichYj e j haben: auf Vieles, auf Glänzendes und auf Natürliches. Demgenügten sie durch Vollpfropfen der Gemälde mit Figuren,Co] .^dt ganz müssigen und störenden; dem Glänzenden durch einSffe daS man ja nicht nach dem jetzigen Zustande der meisten^tb t!Q ^ en Bilder beurtheilen darf, indem ehemals eine freundlichebell oder changeant aufgetragenen Lichtern neben der an-

un d Wirklichmachung des Vorganges, theils durch ganz

Das Natürliche endlich wurde theils durch grundprosaische

a ^ s tische Behandlung einzelner Theile erreicht, welche dann nebenbbr igen Bombast beträchtlich absticht. — Der grösste JammerS dass manche der betreffenden Künstler, sobald sie nur woll-V t er ^ Ur ft en ) den echten Naturalismus und selbst ein harmonischesj,. fassen, wie namentlich ihre Bildnisse beweisen.

1H. ltl e Zeitlang verlangte die Mode lauter Gegenstücke zumG erieht, und es entstanden jene Gewimmel nackteren Sgekleideter) Figuren, die in allen möglichen und unmöglichen8 e n auf einem Raum, der sie nicht zum dritten Theil beher-

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