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Zweiter Band.
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Es kommen demzufolge durchschnittlich auf das Jahr: 21 Kettcn-sträflinge; 110 männliche, 24 weibliche Zuchthanssträflinge; 315 männ-liche, 03 weibliche Gefängnißsträflinge; 307 männliche, 69 weiblicheJngnisitcn; 294 Pvlizeiverhaflctc; inr Ganzen 1293 Gefangene. Unterdenselben gibt es siels jüngere Personen, besonders männliche. Biszum 2». Ällcrsjahre waren >844 immer 16 bis 20 n»d bis zum 25.ungefähr 35 bis 40 Individuen.

Wie in manchen andern Strafanstalten reicht auch in der Zür-chcrischcn der Arbeitsertrag der Sträflinge bei weiten, nicht hin, derenBedürfnisse zu bcstreiten; auch ist es eine schwierige Aufgabe, sie stetshinlänglich zu beschäftigen. Die Arbeitszeit dauert im Sommer täg-lich 13, im Winter 12 Stunden. Ueber die Arbcitszwcige und denErtrag derselben während der letzten zehn Jahre lassen wir wiederZahlen sprechen:

Fr. R.Oeffentliche Arbeit . 19,580. 60Banmwvilenwcberei . 19,217. 62Schusterei. 15,472. 53

LeinewcbcreiKämmlerci . . .Werkstätten . . .Weibliche ArbeitenGarnspulcrci. . .Seidenweberei . .

15,256. 8l14,848. 669,361. 945,993. 944,l13. 563,490. 60

Copiaturen . . .Schlichterci . . .Slrohflechterei . .Schneiderei . . .

Allerlei.

Finkensabricatio» >)Zwirnerei . . . .Scidcnwindcrci. .

Fr. R.. 2984. 60> 2236. 201416. 79. 1009. 28. 851. 63. 459. 20. 340. 93. 228. 94

Der Gcsammtertrag bclänft sich im Laufe von zehn Jahren auf116,861 Fr. 3 R., mithin im Durchschnitte jährlich auf 1I,086 Fr.;das Marininm betrug 1844 16,028 Fr. 88 R., das Minimum 18357475 Fr.

Ueber die öffentliche Arbeit machten sich verschiedene Ansichtengeltend. Im Anfange des verflogenen Deccnninms versuchte man so-gar auch in andern Gegenden des Cantons Sträflinge für Straßen-,Dammarbcitcn n. s. f. zu gebrauchen und schasste zu diesem Zwecke eintransportables Blockhaus an: allein da es nicht leicht möglich ist,arge Mißbrauche, welche die öffentliche Arbeit mit sich führt, ganz zuheben, so werden jetzt sehr selten die Sträflinge für dieselbe verwendet.In den zwei letzten Jahren war die Schusterei unter allen Erwerbs-zweigcn der einträglichste. Die Garnspnlerei und Eopiature» sind seit1838, die Seidenweberei seit 1840 und die Scidenwindcrci und Zwir-nerei seit >842 eingeführt. In der Regel geschieht die Arbeit in dengemeinschaftlichen, hiczu bestimmten Räumen.

Jeder Gefangene erhält drei Male täglich zwei Schoppen warmeSuppe, des Mittags überdieß ein Pfund Gemüse (Kartoffeln, Spi-nat, Mangold , gelbe Rüben, Sauerkraut), und Morgens »nd Abendsein Viertelpfund Brot; als Getränk wird frisches Qnellwasscr ver-abreicht. Bei scharfem Arrest bekömmt der Gefangene täglich einhalbes Pfund Brot und je den andern Tag zwei Schoppen Suppe zuMittag. Die Kleidung für die Ketten- und Zuchthanssträflinge ist

i) Wintcrschuhe von Tuchenden.

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