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von dcn Männern lind Franc», das Amen aber von der ganzen Ge-meinde ausgesprochen. Der Prediger küßte das Agcndcnbnch, wenner es aus der Hand legte. Statt des Symbols des Brotes ward diein der Messe übliche Hostie noch beibehalten, hange herrschte einegroße Ungleichheit in dcn äußern Gebräuchen bei der Ncichung (Zu-diennug) des Abendmahles, Sie sind nun bis aus einige ganz kleineVerschiedenheiten sclgendc: Nach vollendeter Predigt und Gebet steigtder Psarrcr von der Kanzel herab und tritt zn dem Tanfsteine, dermit einer Tafel bedeckt ist, über welche ein weißes Tuch hinnnterbängtund aus der mehrere hölzerne Schüsseln mit Oblaten und einige mit Weinangcsüllte Becker sich befinden. Um die Tafel herum stehen entwedermehrere Geistliche oder neben dem Pfarrer einige Kircheuvorstcher alsAdministranten, Dieser verliest allein oder abwechselnd mit einemGeistlichen die Abendmahlssorincl und die Gebete, während welchenvormals die ganze Gemeinde auf den Knien lag; das Niedcrkniender Administräntcn horte erst 1788 auf. Wenn der Pfarrer auf dieStelle der Einsctzuugswertc kömmt: „Nahm er das Brot, u, s, f," nimmter zugleich eine Oblate, bricht sie entzwei und theilt sie den ihm aufbeiden Seiten zunächst stehenden Administranten mit. Bei den Wor-ten: „Nahm er dcn Kelch", nimmt er ebenso zwei Becher und bietetsie wie das Brot den Administranten dar, welche dann sogleich nebstihren Gehülfen das Abendmahl genießen. Wenn die Formel ganzvorgelesen ist, communicirt der Pfarrer selbst; hierauf werden derGemeinde die Symbole in die Stühle und Bänke, worin dieselbe wäh-rend der Handlung bleibt, hincingcbotcu und von ihr genossen (oom-munlo 8L,Iont!,ria), Ehedem war, wie jetzt noch in der FranzösischenKirche, die communic» amlililataria allgemein, d, h, mau trat in einergewissen Ordnung, meist paarweise, z» der Tafel hervor und empfingdaselbst die heiligen Symbole, Jährlich sind acht Commnnionstage,zwei am Weihnachts -, zwei am Ostcr-, zwei am Psiugsifeste und zweiam Bettag, Zn einige» Kirchen wird auch am stillen Freitag dasAbendmahl gereicht. Während der Communion pflegte man früherallgemein Lieder aus dem Gesangbuche oder Bibelabschnitte vorzu-lesen: setzt hingegen wird die heilige Handlung beinahe überallbei Gesang vollzogen.
Pfarreien.
Wir haben die Mühe nicht gescheut, in mehr als tausend Urkun-den über die sämmtlichen Pfarreien des CantonS Nachforschungen zumache». Eine Frucht derselben ist das nachstebende Verzeichniß, daserste urkundliche, welches bis jetzt verfaßt worden ist, Leider läßtsich nur bei der geringern Zahl von Pfarrgemeindcn nachweisen, inwelchem Zähre sie gegründet wurden, und von fast allen übrigen darfman mit Gewißheit annehmen, daß sie mehr oder weniger älternUrsprunges seien, als die urkundlichen Nachrichten. Don den 149 Pfarr-gemeinden kommen zum ersten Male vor oder wurden gestiftet:
1 im 9. Jahrhundert,
4 - 10 . -
2 - II.
7 - 12 . -
20 - 13 ,