Band 
Zweiter Band.
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ausnehmend schöne, meergrüne Streifen zeigen. Von jenen Felsen,die 1729 noch mit Bäumen beschattet gewesen waren, ist der demSchloßbcrg zunächst stehende von eigenthümlicher Gestalt, indem dasAnprellcn des Stromes ein ovales Loch in denselben gegraben hat,durch welches ein Wogenguß wüthend schäumt. Zwischen diesem Felsund dem Zürcherischcn Ufer bildet der Rhelu seinen Hauptsturz. DieHöhe des Falles nimmt nach Nenhansen hin ab. In der jüngstenZeit ist der Genuß dieses bewundernswürdigen Naturschauspicles durchden jetzigen Bewohner des Schlosses, Ludwig Bleuler, sehr erleichtertworden. Zener Vorbau, der beste Standpunkt für die fast zermalminende Ucbcrraschung des ersten Anblickes, wurde 1759 angebracht.Nicht minder belohnend ist cS auch, den Fall aus der Gartenlaubedes Schlosses z» beschauen, wo er als lebendiger Mittelpunkt derüberhaupt sehr malerischen Gegend erscheint. Jedem Reisende», wel-cher den Rheinfall noch nie gesehen, ist dringend zu empfehlen, ent-weder ein Schiff von Schaffhanscn nach Flnrlingcn zu nehme», vonwo sich ein lieblicher Fußsteig nach dem Schlosse hinaufschlängelt, undden Wagen nach dem Gasthof zum Rheinfall oder nach Neuhauscnkommen zu lassen, oder über Feuerthalen und llhwiesen nach dem Lau-fen zu fahren. Wer den Waffersall von der Schaffhausenschen Seitekennen lernt, wird in seiner Erwartung stets getäuscht werden. Inden Monaten Juni und Juli ist er am mächtigsten, weil der FlußLannzumal das meiste Wäger hat; indessen behält er auch im Win-ter eine gewisse Schönheit. Die beste Tageszeit zum Besuche ist derfrühere Morgen, insbesondere aber der Abend, wenn die Umgebungenzum Theil schon im Schatten liegen und der Fall fast noch einzigbeleuchtet wird; auch beim Mondscheine ist der Anblick herrlich. Nie-mand darf versäumen, die Camera obsenra in dem Schlößchen Werthzu besehen, durch die dem Betrachtende», besonders wenn die Sonneden Sturz beleuchtet, das lebendige Bild in Farbe und Bewegung,zwar in Miniatur, sich darstellt. Eines Besuches werth sind auch diein dem ehemaligen Pfarrgute sich befindenden Grotten zur Linken desFalles, anS denen derselbe sich ebenfalls schön darbietet. Die Be-hauptung, es sei einst ein Schiffer im Kahne schlafend den Rheinfallhinunter gefahren, ist eine Sage. Vor einigen Jahren wollte mangewiß werden, ob dieß möglich gewesen sei, und ließ ein Fahrzeugoberhalb des Sturzes los; allein es wurde zertrümmert, ehe es nurin den Hauptstrudel kam. Auffallen kann es, daß weder die clas-sischen noch die Schriftsteller des MtttelalterS des Rheinfalls erwäh-nen, und wahrscheinlich mag dieß zum Theil daher rühren, weil erbis znm 16. Jahrhundert ganz von Waldung umgeben war. Untenam Schlosse ist im Spätjahre Lachsfang, der zuweilen sehr stark ist,weil diese Fische, wenn sie den Rhein hinan schwimmen, hier nichtweiter kommen können. S. auch l. 51, 78, 639. II. 205, 286,363, 366.

Lanfeubach, W. in der Pf. Rüti .

Lanpen, Ober- und Unter-, in der Pf. Wald, jenes ein W.,dieses ein Dn.

Lanpetswcil, Ober- und Unter-, zwei W. in der Pf.-rentsweil.

Leerüti, W. in der Pf. Goßan .