den ward, und so tief sich in die Seele einprägte:wenn die einzigen Zeugen dieser Dinge nach undnach absterben, und keiner von ihnen sich noch beyfeinem Leben irgend einem unbefangenen Wahr.heitsfreünde mittheilet, der nach seinem Gesichts,punkte das Unbekannte mit dem Bekannten verei.nigt, treu und sorgfältig sichtet was er hat; unddann, so oft er kann, Zweifel löset, Dunkelheitenaufhellet, und Wahrheit behauptet gegen falscheVorstellungen und Urtheile.
Bey Menschen deren Ahnväter noch nicht ge«bohren sind, in den entferntesten Zeiten, in jedemkünftigen Jahrhundert, ist Friedrichs Leben, Re-gierung und Charakter, gewiß noch immer ein Ge-genstand der Neügier und der Nachforschung. Niewird man bey der Betrachtung dieses grossenMannes ermüden; keine Revolution des achtzehn-ten Jahrhunderts, so groß sie auch in irgend einemLande seyn mag , wird sein Andenken schwachen.Ewig werden viele seiner Schriften für ihn spre.chen; und wenn auch nur weniges von dem wassonst noch über ihn geschrieben ist, zur Nachweltkommt, so wird doch der Strom der Z-iten nichtalles wegreisten. Kalk und Steine und Säulenzum Tempel von Friedrichs Unsterblichkeit, kannindessen zusammentragen wer will, denn ein grossser Baumeister wird doch wegwerfen was nichttaugt. Aber wenn einst der Herr Staatsmi-nisier Graf von Herzberg , wie er mich in sei-nen Briefen hoffen lasst, das Ganze dieses tha«tenvollen Lebens zusammenstellt, dann erst ist al-les