len handschriftlichen Nachrichten vornehmer Perfo«neu, die bey Ihm und mit Ihm lebten; aus münd.lichem Unterrichte grosser Theilhaber an seinen Ge.schäften; und aus Antworten auf unzahliche Fra-gen, die ich einem feiner vieljahrigen Staatsmini.ster und Gesellschafter schriftlich machte, und wor.auf ich «in ganzes Jahr hindurch , jede Woche,schriftliche Antwort erhielt. Alle diese Nachrichtenund Thatsachen werde ich zu dem einzigen Zweckevorzüglich leiten, daß man Friedrichs erstaunendenCharakter weniger misversiehe; daß man nicht fürschwarz halte, was groß und schön ist» daß mannicht schief sehe, wo nichts zu sehen ist, als festerGrundsatz, tiefer Plan, Ebenmaaß und Harmonie.
Einige wilde preüssische Schwärmer Habenge.glaubt, sie seyen Patrioten, wenn sie diejenigendie irgend einen Fehler ober irgend eine Schwachedes grossen Königs öffentlich erzählen, für Nichts,würdige erklären, oder, wie mir dieß wirklich wi.Verfahren ist, thöricht mit dem Tode bedrohen!—Aber solche dichterische Einfalle erregen mehr Mit«leiden als Unwillen ; und kompetente Richter ha.ben diesen Schwärmern gczciget: daß sie die er.sten Grundsätze der Geschichte nicht verstehen;daß ihre wilden Federungen selbst in einem Pa-negyricus unerträglich wären; daß ein grosserMann nicht ein Mann ohne Fehler ist; und daßes freylich Nahrung eines kleinen Geistes wäre,nur seine Fehler zu rügen , so wie sie verdeckenwollen wieder eben so viel ist, als ben grossenMann verkleinern.
Bey