habe sich noch so weit gegen ihn erniedrigt, daßEr in harten Ausdrücken gegen ihn schrieb; aberseine Schriften habe er nie gelesen.
Dichtung war dieß alles. Aber weil ich Frie-drichs Herz und Denkart besser kennen kann als der.Herr von Hallcr beydes kennen konnte: so schwer«zet mich diese Stelle im Usong , die doch offenbarauf Friedrich den grossen deuten soll! Auch nurdarum konnte ich dem sonst gegen meinen grossenLehrer und verehrten Anverwandten unfreundlichscheinenden Triebe nicht widerstehen: Friedrichden Grossen hier gegen den König unter den da-maligen deükfthen Gelehrten zu vertheidigen; zu-mal da der eine König den andern zuerst beleidigthatte, und da der König in Preussen gegen denKönig in Göttingen eigentlich doch weiter nichtsals eine Pistole abschoß.
8. Cap.
Ueber Friedrichs vorgeblichen Aberglauben,und über seine wirklichen Versuche inder Alchymie.
K»in scharfsinniger Beobachter und geliebter^ Gesellschafter Friedrichs , hat mir in Pots-dam gesagt: Friedrich der Grosse sey wohl hieund da, ein wenig abergläubisch gewesen! —Dieß frappirtt mich nicht. Aber für eine Ver-H 4 laüm-