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„zweymal entdecket, und bestrafet; Hn Küchen-junge ward im Kleide der weiffen Frau gegeiselt,„und einen Soldat setzte man auf der. hölzernen„Esel im Kleide der weiffen Frau!« Beständiglenkte der König, um diese Zeit, an seiner Tafeldie Unterredung auf diese Thorheit; besonderswenn jemand an der Tafel saß, den Er im Ver.dacht hatte, er glaube an die weiss« Frau. DenFürst von Sacken , der gar nicht zum Regimentder weiffen Frau gehörte, fragte einst der Königplözlich r „Hat man in Dresden auch ein solches„prophetisches Gespenst?» — Ja, sagte derFürst. Der König fragte nun weiter: „wie ist„es denn beschaffen ; ist das sächsische Gespensti „auch eine weisse Frau?«(*) — Der Fürst war
bestürzt, und fürchtete es würde dem Könige miß-fallen , wenn er die Wahrheit sagte. Also färbteer , als ein seiner Hofmann, auf der Stelle baSGespenst grün, und sagte: „nein, Sirc, es isteine grüne Frau (**),» vermuthlich weil ihm daSgrüne Gewölbe in Dresden dabey einfiel. Kaumkann man sich das laute Gelächter vorstellen,das hinauf an der Tafel des Königü entstand;aber deswegen hörte Friedrich nicht aus die Anhän-ger der weiffen Frau, wie es sich gebührte, mitseinen Sarcasmen zu verfolgen.
Auch der Herr Abt Denina scheint Friedrichden Grossen für ein klein wenig abergläubisch zuH 5 halten,
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