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Fragmente über Friedrich den Grossen zur Geschichte seines Lebens, seiner Regierung, und seines Charakters / von dem Ritter von Zimmermann
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also an den Tag, daß der Urheber dieses Spaassessich dieser Erfindung bedienet hatte, um ver.muthlich die Lanbesreaierung jener Zeit von neuenEinrichtungen abzuschrecken, die dem Volke miß.fielen. Es mag seyn daß Friedrich diese khö-richt? Weissagung, wovon wenigstens unter demPöbel sehr viel gesprochen ward, etwa einmalzu sehen verlangte: denn solche Dinge warenihm, wie man sehen wird, doch nicht ganzgleichgültig.

Ein chmaliger Gesellschafter Friedrichs, derscharfsinnige Herr Canonicus von Pauw in Tan-ten, sagte noch in diesem Jahre 1789 mündlich:»Friedrich der Grosse habe seines starken Geistes»ungeachtet, den Versuchungen zur Alchymie undzur thörichten Erforschung der Zukunft nickt wi-derstehen können. Auf jene habe er mehrcreJahre»lang, jährlich zehntausend Thaler gewandt. Um»die Länge seines Lebens, oder den Ausgang wich-»tiger Angelegenheiten zu erforschen, habe er nicht»leicht, einen Astrologen oder Propheten in sei-»nem Lande unbcfragt gelassen, wiewohl man»nicht sagen könne, er habe den Propheten ge.»glaubt. Aber der Hang zu solchen Dingen«scheine doch in dem brandenburgsschen Haufe»erblich.»

Ein solches Urtheil über Friedrich von einemso grossen Beobachter und Denker wie Herr vonPauw ist, verdienet eine genaue Untersuchung.Männer von Ansehen aus Berlin, denen diesesUrtheil des Herrn von Pauw mitgetheilet ward,

«wieder-