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Fragmente über Friedrich den Grossen zur Geschichte seines Lebens, seiner Regierung, und seines Charakters / von dem Ritter von Zimmermann
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125
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»versichert, daß er nicht daran glaube. Ein altes»Buch, das viel dummes Zeüg dieser Art mit Ge.lehrsamkeit vortragt, sind die Briefe des Gra-»fen von Gabalis; wenigsiens hat mich dieses»Buch belustigt.«

Dieß sind die eigentlichen Worte des Königs,die sich der Herr Minister von der Horst ganz deut.lich erinnert. Man wird aus diesen Worten ler-nen, wem; nun-sie mit der Nachricht des Herrnvon Pauw vergleicht, wie sorgfältig man doch allesprüfen muß was man auch nach der höchsten Wahr.scheiniichkcit geneigt seyn kann für Geschichte zuhalten. Nicht der Glauben an solche Dinge, son-dern der Hang zur Untersuchung solcher Dinge, istvielleicht in dem brandenburgischen Hause erblich:denn geprüft hat also doch Friedrich der Grosse dieeitele Kunst der Astrologen und der Dorfprophcten;aber er hat, wie auch Herr von Pauw sorgfältighinzusetzte, nicht daran geglaubt.

Eben so verhalt es sich mit Friedrichs vergeb,lichem Hang zur Alchymie. Sehr oft sprach ervon Alchymie in Gegenwart des Herrn Ministersvon der Horst. Der König verheelte gar nicht:»Er habe Geld an Alchymisten gegeben damit sie»Versuche anstellen; und Er selbst habe die Er-»folge dieser Versuche auf das genaueste beoö-»achtct.«

Herr von der Horst hat ganz genau folgendeWorte aus dem Munde des Königs gehöret:»Eoldmacherey ist «ine Art von Krankheit; sie»scheint oft durch die Vernunft eine Zeitlang ge-

»heilet,