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Fragmente über Friedrich den Grossen zur Geschichte seines Lebens, seiner Regierung, und seines Charakters / von dem Ritter von Zimmermann
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sation vom Ordcnskleide, und ernannte ihn zumAbt im Lande der Ungläubigen. Eine von densächsischen Fürsten eingezogene Abtcy, das AmtBürge! eine Meile von Jena, ertheilte ihm derPabst zur Abtey. Er schenkte auch dem neuen Abtein ungeheures goldenes Kreütz, nebst einem grossengoldenen Bande um den Hals.

Mit diesem Pralatenkreütz am Halse, trat alsovor Friedrich den Grossen sein dummer BekehrcrPernety. Ein weit besserer Physiognomist als er,war der König; er sprach ihn nur zweymal, haktedaran genug, und sendete ihn eilig auf seine Bi-bliothek nach Berlin. Ohne ihn jemals wieder znsehen, schrieb er dennoch, in einem Anfalle vongutmüthiger Laune, wie ich im sechsten Capitel er-zählet habe, für Pernety gegen Pauw. Basiianrgab dann auch einige male dem Pabste sehr er-bauliche und tröstliche Nachrichten von der Aus-bauung und Einweihung der katholischen Kirche inBerlin, und den übrigen Fortschritten Friedrichsin der katholischen Religion unter der Führungseines Bckehrcrs Pernety.

Pernety blieb mehrere Jahre Academist undBibliothekar in Berlin. Um die Meinung zu er-halten, daß er der Verfasser der elenden physiogno-mischen Briefe,sey, schrieb er auch verschiedeneAufsätze zur Vertheidigung der Physiognomik fürdie Akademie. Endlich begab er sich in Berlin, ineine Gesellschaft von Geistersehern, und übersetztedie Werke des Schwärmers Swedenborg. Aber

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