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Treu-gemeinter eydgnösischer Aufwecker, oder, wahrhaffte Erzehlung und Betrachtung der Gefahr, mit welcher dissmahl die eydgnossische Republic umbgeben, sambt Anweisung der Mittel, dardurch sie sich herauss wicklen und errettten kan ... / durch Ernst Warnmund von Freyenthal [Pseud. für Johannes Grob]
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habe/ daß uns die Franzosen bedeuter massen zu umringen/ undunser ganzes Batterland gleichsam zu blocquieren angeordnet.Welche Betrachtung genugsam wäre uns alle Zulassung der Werbungen für Franckreich gänzlich zu erlaiden. Wir wollen aberetwas weiter gehen/ und ein wenig besehen/ was doch das für einKrieg sey/ mit welchem dißmal Franckreich das Reich angreiffet/und/ wie besorglich/ ganz Europam in den Harnisch bringen wird.Es war eben an dem/ daß dieSig- reiche Kayserische Armee in Ungaren die herzlichsten Progressen wider den Erb- Feind den Türckenbekronen/ und durch Wider- Eroberung der Orientalischen Ray-serlichen Statt Conftantinopel Europam deß Scythischen Jochsentledigen/ und hiemit dem Ottomannischen Tyrannen widerumden Weeg in Asiam hinüber zeigen wolte/ da sandte der Franzd-sche König seinen Sohn den Dauphin mit einem gewaltigenKriegs Heer in die Char- Pfalz/ andere Generalen aber in dasChur- Trier und Cöllnische Erz- Stifft/ welche die Vestungentheils eingenommen/ theils durch Bombardiren zu Stein- Hauffen gemacht haben. Solches werckstellig zu machen war ihnenleicht/ weilen man sich von Seiten des Reichs keines solchen Friden Bruchs versehen/ und dahero die Vestungen und Granzenmit keinen/ oder gar geringen Besatzungen verwahret/ massenman die Soldaten nicht an dem Rhein wider die Franzosen/ sondern an der Donau wider die Türcken zu brauchen vermeint. DieUrsach dises Friden Bruchs/ wie man Französischer Seiten fürsgibt/ soll erstlich seyn/ daß dem Herzogen von Orleans/ deß Königs einigem Bruder/ wegen seinerGemahlin/ von Chur- Pfalzein Genügen geschehe: und dann auch/ daß dem Fürstenbergerder Cöllnische Chur: Hut aufgesetzet werde. Es hat aber vilmehr das Ansehen/ und ist auch in Wahrheit also/ daß es nur geschehen/ damit dem Türcken Lufft gemacht/ und der TeutscheKayser nicht so gar mächtig werde. So darf also der Aller:Christlichste König dem Türckischen Erz- Räuber zu Hülffe kommen/ und ihn für gänzlicher Außtreibung aus Europa befreyen.Enseßze dich/ frommes Christen Herz! Hiemit ist nicht zu laugnen/ daß der Franzos und der Türck nicht für einen Mann stehen/

weil