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Treu-gemeinter eydgnösischer Aufwecker, oder, wahrhaffte Erzehlung und Betrachtung der Gefahr, mit welcher dissmahl die eydgnossische Republic umbgeben, sambt Anweisung der Mittel, dardurch sie sich herauss wicklen und errettten kan ... / durch Ernst Warnmund von Freyenthal [Pseud. für Johannes Grob]
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schon die Anstalt gemacht/ und die Bollführung von unsern Feinsden schon in der Hoffnung gesehen wird. Und dieweil der gerechte GOTT seine Ruthen über furtz oder lang in das Feur werffenwird/ so müssen wir uns nicht unbefügter Weise zu derselben Mit-gehülffen machen/ sonsten möchten wir auch von den Rach- Flam-men verzehrt/ und das unschuldig vergossene Blut von unsernHänden gefordert werden.

Sonsten scheinet es vil geredt/ daß kein Eydgnoffischer Soldatin disem Französischen Türcken: Krieg mit gutem Gewissen fechten/ oder seelig sterben könne: Ich will aber solches nicht von denjenigen verstanden haben/ die schon vorhin in FranzösischenDiensten seyn/ und nun jezund auch wider ihren Willen mit in dasSpil genommen werden: Wiewol ein jeder ehrlicher Eydgnoffischer Officier sich besten Vermögens waigern soll auf den ReichsBoden zu marschieren/ und solte er gleich darüber in Verlust seisner Charge, ja des Lebens selbst kommen; sondern von denen/ dieauffer solchen Diensten sind/ darneben wohl wissen und erkennen/wie heillos difer Krieg ist sich aber durch Versprechung/ Beförderung/ und Geschencke darinn verlaiten lassen/ und noch anderedarzu bringen. Von solchen fan ich in Wahrheit nicht wohl eineandere Meynung faffen sie feyen gleich Catholisch/ oder Reformiert/ weil feintwedere Religion Ursach hat dem Franzosen Hülffe zu leisten/ wann gleich unser gemeines Batterland im gering-ften feine Gefahr noch Schaden daher zu erwarten hätte. Wasbie Catholischen belanget/ so ist ihnen wohl bekant/ welcher masfen der König in Franckreich mit dem jezigen Pabst INNOCENTIOdem Eilften/ welcher an Fromkeit und guter Regierung vil vori:ge übertrifft/ umgehet/ und daß er sich nicht geschohen/ erstneu-lich desselben eigenthumliche Statt Avignon, sambt derer Zuge:hörden/ die doch dem Päbstlichen Stuhl schon über 300. Jahr zuständig gewesen/ mit Gewalt ein und wegzunehmen. Mit wasUbermuth trachtet er nicht in Rom/ die hochschädlichen Quaratier Freyheiten zu behaubten/ daß bald der Pabst in der Engelburg nicht sicher ist/ und es geschinen/ als wolte solches zu einemoffentlichen Krieg ausschlagen/ welches auch wohl geschehen was

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