Band 
Erster Band.
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Letztem hatte man ihnen den Fürsten Czartorpski bcige-geben, der in ganz Altpolen einen hohen Einfluß genoß. Aufdiese Weise fand einerseits jedes Palatinat so zu sagen sei-nen Repräsentanten in dem Reichsrath, indem Niemo-jowski besonders in Großpvlen, Zwierkowski in demPalatinat Krakau , Lelcwel in Warschau und auf den Uni-versitäten, Ostrowski in dem Palatinat Lublin , Soltpkendlich in dem von Sandomir in ausgezeichnetem Ansehenstand. Andererseits war diese Regierungsgewalt so zusam-mengesetzt, daß sie in ihrem System alle Meinungen verei-nigte; Lelewel und Zwierkowski repräsentirten die de-mokratische Partei, Niemojowski die Con stitu ti o ne l-len, d. h. die Anhänger einer streng gesetzlichen Ordnung;Czartornski, Ostrowski und Soltpk, durch ihre Fa-milienvcrhältniffe mit dem ganzen Adel Polens verbunden,sicherten den Beistand der hohen Klassen der Gesellschaft.

Diese sechs Männer, welchen die Staatsgewalt übertragenwerden sollte, waren nicht alle in die Verschwörung ausge-nommen; Fürst Czartoryski erging sich damals in denSüßigkeiten des Privatlebens auf einer Villa nahe bei War­ schau . Er kannte das Vorhaben der Verschworenen, ohnejedoch eine so schnelle Schildcrhebung zu billigen; er erblicktedarin zahlreiche Gefahren.

Der Graf Ladislaus Ostrowski, welcher mit seinemBruder das herrliche Residenzschloß von Cchelenow, ein Denk-mal des Kron-Feldhcrrn Oginski, bewohnte, war gleich-falls im Geheimniß der Verschwörung; aber er schlug esaus, sich an die Spitze einer Bewegung zu stellen, wovondas Schicksal des Vaterlandes und so vieler braver Männerabhing. Außerdem fürchtete der Gras die sichtliche Ungeduldder Häupter und die Unklughcit der Eingeweihten; auch war

Thatsachen verkleinert und nach der Höhe eines Einzelmeafchen gemes-sen zu werden scheinen. Der General Solryk spricht daher von sichwie von andern Personen, die in der Revolution eine Nolle gespielthaben i dort trat er handelnd, hier tritt er beschreibend auf.

(Anmerkung deS Herausgebers.)