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lVvo. 3.
Proklamation des Generals Chlopicki , als er die Dikta-tur angenommen hatte. (Pag. 185.)
Mitbürger! das Verlangen der Nation, bestätigt oon denbeiden Kammern des Reichstags, bat mich zur Ausübungder sonoeräncn Gewalt berufen. Ich babc den höchsten Be-sebl über die Nationalkräfte nur übernommen, um die Frci-beiten unseres Vaterlandes zu sichern. Von diesem 'Augen-blicke an, und so lange ich die Diktatorswürdc bebaltcnwerde, ist es meine Pflicht, jeden Augenblick bereit zu seyn,zu siegen oder zu sterben für dasselbe. Indem ich die Dik-tatur aus Gehorsam gegen den Vvlkswillen annehme, ver-lange ich im Namen des Vaterlandes den gleichen Geborsam.Ibr werdet mein Vanncr immer aus dem Wege der Gerech-tigkeit, der Pflicht und der Nationalehre finden, und jederloyale Pole, als würdiger Sobn seiner Almen, und sein ei-genes Wobl in dem des Vaterlandes findend, kann nichtanstehen, ihm zu folgen. Sicherlich wird es keinen unterihnen geben, der gegen die souveräne Auktorität, welche mirder allgemeine Volkswillen anvertraut hat, handelt, undder nicht ibre Bcfeble aufs genaueste befolgt. Von einemund demselben Gesichtspunkte ausgehend, und durch Ein-tracht, Ordnung und Energie geführt, können wir uns desErfolgs unserer Untcrnebmungen versichern. Die Nationhat mich an ibre Spitze gestellt, um ibre Kräfte zu leiten,und ich verspreche feierlich, mich in Nichts von dem Wegeder Pflicht zu entfernen, und das Ganze durch eine festeund gesetzliche Ordnung zu einem einzigen bestimmten Zweckehinzuleiten. Ich schwöre es vor Gott und dem Vaterlande!!