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Erster Band.
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Soldaten der polnischen Armee! zu jeder Zeit war eureLosung: Ehre und Treue! Unser braves Jägerregimentder Garde zu Pscrd hat davon einen ewig denkwürdigen Be-weis geliefert. Soldaten! folgt diesem Vorgang; entsprechtder Erwartung Eures Souveräns, der Eure Eide empfan-gen hat.

Polen ! diese Proklamation wird denjenigen, die mir treugeblieben sind, sagen, daß ich auf ihre Ergebenheit zu rech-nen weiß, wie ich mich auf ihren Muth verlasse.

Diejenigen unter Euch, welche dem Irrthum eines Augen-blicks nachgegeben haben, mögen gleicher Weise durch diesenAufruf erfahren, daß Ich sie nicht zurückstoßen werde, wennsie sich beeilen, zu ihrer Pflicht zurückzukehren.

Aber niemals können sich die Worte Eures Königs anMenschen ohne Treue und ohne Ehre richten, welche sichgegen die Ruhe Eurer Nation verschwören. Wenn sie esgewagt haben, bei Ergreifung der Waffen sich mit Ertrotzungvon Verwilligungen zur Vergeltung ihrer Frevel zu schmei-cheln: so ist ihre Hoffnung eitel. Sie haben ihr Vaterlandverrathen. Das Unglück, was sie ihm bereitet haben, wirdauf ihr Haupt zurückfallen.

Gegeben zu St. Petersburg , den 17. Dezember, im Jahrder Gnade 18Z0, dem sechsten unserer Regierung.

Nikolaus, Kaiser und König.

Der Minister Staatssekretär

Gras Stephan Grabowski.

Xoo. 5.

Manifest des polnischen Volkes. (Pag. 192.)

Wenn eine Nation, einst frei und mächtig, sich genöthigtsieht durch das Uebermaß ihres Elends, zu den letzten ih-rer Rechte zu greifen, zu dem Recht, die Unterdrückung mitGewalt zu vertreiben: so ist sie es sich selbst, sie ist es derWelt schuldig, die Gründe bekannt zu machen, welche siebewogen haben, die heiligste Sache mit den Waffen in derHand aufrecht zu halten. Die Kammern des Reichstagshaben diese Nothwendigkeit gefühlt, und, indem sie die Herr-