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General vereinigt fle auf dem entscheidenden Punkt; er läßtsich nicht herbei, Alles zu decken; er gibt die Punkte auf,welche keine wahre Wichtigkeit haben; er behält seine Trup-pen bei der Hand. Wenn er den Schlag gethan hat, undseine Schlachtlinie zerrissen ist, dann beschäftigt er sich mitden Korps, welche aus seinen Flanken in Gefahr kamen.
Die Dispositionen Skrzpnecki's stimmten mit diesen. Re-geln der Kunst nicht übcrcin. Er hatte nicht Truppen ge-nug gegen Rosen verwendet. Hätte er mehr angewendet,so konnte seine Kolonne, sich drehend, aus Siedler niar-schircn, das Defilö von Jganic umgehen, und damit demfeindlichen Korps jeden Rückzug abschneiden, welches wahr-scheinlich gänzlich vernichtet worden wäre. Der GeneralSkrzpnccki hätte alsdann gegen Diübitch marschiren, ihnebenfalls schlagen, von dem Bug abschneiden, und mit demRücken an die Weichsel drängen können. Aber Skrzpneckiwar in seinen Lehrjahren; er hatte noch nicht daS nöthigeGeschick, um einen solchen Plan zu fassen und auszuführen.
Der Feldmarschall Dwbitch gab bei dieser Gelegenheit eineneue Probe seiner Unentschlossenheit. Er harte schon am2 . April die Niederlage des Rosen'schcn Korps erfahren;sofort hätte er sich seinem rechten Flügel nähern und aufMiendrzyrzec ziehen sollen. Die Straßen, dieß ist nicht zulüugncn, waren schlecht; aber er war in einem Augenblickeaus Niki gezogen, wo sie noch weniger gut waren. EinHinderniß dieser Art konnte ihn nicht aushalten. Dessenungeachtet begann er seine Bewegung erst am 8. Eineähnliche Langsamkeit wäre ihm, einem unternehmenderenFeinde gegenüber, theuer zu stehen gekommen.
Prondzpnski legte bei dieser Gelegenheit viel Kaltblütig-keit und Geistesgegenwart an den Lag. Er fühlte trefflichden entscheidenden Moment, um das Dorf Fganic anzugrei-fen, und den Sieg zu gewinnen. Rosen wußte seine Ueber-lcgenheit an Mannschaft nicht zu benutzen während des un-gleichen Kampfes, der länger als sieben Stunden dauerte,