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Zweiter Band.
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und wobei 6000 Polen von 15,000 Russen umzingelt werdentonnten.

Es bleibt uns hier noch übrig, von der Bewegung dcSUm inski'schcn Korps zu sprechen, das, wie wir weiteroben gesagt haben, am 8. April von Modlin kam, um sichmit der Armee Skrzynecki's am Liwiec zu vereinigen, undsich auf seinem linken Flügel aufstellte.

Der General Uminski war auf dem Wege nach Liw, umdaselbst den General Andrpchewicz zu unterstützen, welcherTags zuvor von Nsi'gow angelangt, an der Spitze des bra-ven 20. Linienregiments (neuer Aushebung) diese Stellungden Russen streitig machte. Er dachte, die von dem Ge-neral Lubienski angeführte Reitereidivision würde den Trup-pen zu Hilfe kommen, zu deren Beistand er selbst herbei-eilte; es war nicht der Fall. Lubienski, der sich unter seineBefehle gestellt hatte, war von dem Obergeneral zurückge-halten worden; und das 20. mußte unterliegen, da seinerechte Seite nicht gedeckt war. Eine starke Abtheilung Ko­ saken hatte zwischen Bohimie und Liw über den Kosirzpngesetzt und die Munitionen weggenommen, welche Andrvche-wicz zugeführt werden, und seinen Widerstand sichern sollten.

Jetzt wurde der Kampf unmöglich, und Andrpchewicz waraus dem Punkt, überwältigt zu werden, als der GeneralUminski anlangte. Ihre vereinte Macht belicf sich auf 5000Fußgänger, 2500 Pferde und 12 Kanonen. Uminski setzteunverzüglich über den Liwiec und trieb die Russen mit sei-nem Vortrab bis Sokolow, während die Mehrzahl seinerStreitkräfte von Wcngrow Besitz nahm. Dieser Erfolgmachte ihn kühn. Er faßte den Entschluß, bis zum Bugvorzudringen, bei Granne über den Fluß zu gehen, und aufder Operationslinie der Russen zu agiren, die er bei Brzecabzuschneiden sich vornahm. Skrzynccki wollte nicht dareinwilligen.

Nunmehr eilten die Russen, schwach verfolgt von Skrzn-necki, herbei ihm entgegen. Sie brachten am 14. April eine