und Collection Erſter Theil. 133
1 Das Elixir aber wird auß dreyen Materien componirt/ nemblich auß dem Metalliſchen Was ſeyß Baſſer/ oder Merchiig, welcher wie zuvor/ ſublimirt ſey/ auß dem weiſſen und rothen das Ex. 70be, ermento, nach Intention deß Laboranten/ und auf dem andern Sulphure, alles in Ge-zen wicht. Wann du wilſt das Elixir ver fertigen/ ſo nimm in acht/ daß du die termenta nichtei⸗ veraͤnderſt oder ver miſcheſt/ dann ein jedes Elixir, es ſey ad album oder ad rubeum, er-ien freuet ſich ſeines eigueutrmenus, und verlanget Tell eigeue Elementen; dann es iſt von/
ar⸗ der Natur alſo verordnet/ daß ſie zwey Luminaria,( nemblich O /) ihre unterſchledlle
zu che Sulphura„und TLinckuras haben. Dieſes andere Werck das Elwir zuver fertigen/ ge-
8 ſchicht in einem gleichen Glaß im ſelbigen O fen/ und mit ſelbigem Grad deß Feuers/ wie
ich das erſte opus des Sulphuris gemacht iſt/ aber es wird in kuͤrtzerer Zeit verfertiget.
en/ Die Praxis wie man ſoll unſers philoſophiſchen Sulphurs, ſowohl das weiſſe als praris das
rd/ das rothe verfertigen/ it oben geſagt/ das Elixir aber zu verfertigen iſt die Praxis wie fol, Elixir zu-
nd get. Nehme der rothen Erden/ oder deß rothen ferments drey gewicht/ deß Waſſers verfertigen.25 und Luffts gleich doppelt Gewicht/ zerreibe und vermiſche ſie wohl/ mache ein Amalgama,
ich wie ein Butter/ oder Metalliſchen Teig/ alſo daß die Erd erweſcht und handgreifflich ſey.n Setze dieſem zu anderthalb Gewicht deß Feuers nemblich deß Sul huris,) dieſes digerirean in einem wohl verſchloſſenem Glaß mit dem Feuer deß erſten Grads; hernacher mitſo den andern Gradibus deß Feuers/ extrahe die Elementa nach der Ordnung welche mit0 einer linden Bewegung ſollen unten in thre Erden ligirt werden/ endlich wird die Materia
14 in einen rothen durchſcheinenden illuminirten Stein geendtget werden/ deſſen nimm einenaſ⸗ Theil nach deinem Belieben/ und in einem Schmeltz⸗ Tigel bey einem linden Feuer/ thue es13 mit ſeinem rothen Oel imbibiren und enceriren/ biß es zergehe und flieſſe ohne rauchen unden fuͤrchte nicht/ daß es wird vom Feuer hinweg fliehen. Dann die erweichte Erde/ wegeneß dero Suͤſſigkeit deß Trancks/ wird ihnenin ihren in deren figiren/ alsdann haſtu dasne Elixir perfect und verwahre es wohl. Daß weiſſe Elixir zuver fertigen geſchicht auf ſolche
Weiß/ wann du nur in feiner Com polition wirſt weiſſe Elementa und weiſſes fermentm gebrauchen von dieſen beyden Elixir werffe einen Theil auf zehen Theil deß abgewaſchenen Von derar Queckſilbers/ und wirſt dich ſemer Wuͤrckung erſtarret verwundern. Projection.ß Weilen in dem Elixir die Kraͤfften deß natuͤrlichen Feuers/ durch den eingegoſſenen Von der10 Geiſt der quintæ eſſentiæ, haͤuffig multiplicirt werden/ und die boͤſe Accidentia der Leiber/ Multiplica-ar welche ihre Reinigkeit/ nnd das wahre Liecht der Natur uͤberzogen hatten/ durch langwie, tion deßkli-1 rige/ und vielfaͤltige ublimationes und Digeſtiones außgeloͤcht ſeynd/ dahero thut die ſed a l15 feurige/ von ihren Banden erloͤſte/ und mit Huͤlff der himmliſchen Kraͤfften geſtaͤrckte Strahlen
n Natur in dieſem unſeren fuͤnfften Elemento eingeſchloſſen gar ſtarck wuͤrcken. Ikalſe der Sonnenet nicht Wunder/ daß ſie nicht allein Krafft habe/ die unvollkommene Metall zu perle ctioni- geſchehe.5 ren/ ſondern auch ſeine eigene Kraͤfften zu multipliciren: der Brunn aber der Multipli-i cation iſt in dem Fuͤrſten der himmliſchen diechter/ welcher mit unendlicher Multiplication5 ſeiner Strahlen/ alles in dieſer unſerer Welt generirt/ und/ was gebohren iſt/ multiplicirtdurch Eingieſſung der multiplicirenden Krafft in die Samen aller Dingen.Es ſeynd dreyerley Weg das Elixir zu e 1 erſte Multiplication ge, Paris berU
icht Multiplica-ſchicht 19—
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