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Chymischer Glücks-Hafen, oder grosse chymische Concordantz und Collection von funffzehen hundert chymischen Processen ... / von Johann Joachim Becher
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134 EChymiſcher Contordantzſchicht alſo.. Deß rothen Elirirs ein Gewicht/ dieſes vermiſche mit neun Gewichtſeines rothen Waſſers/ und in vaſe ſolutorio ſolvire es in einem Waſſer/ wann die Ma-Es ſeynd teri wohl ſolvirt/ und gereintget iſt/ ſo thue ſie mit einem linden Feur kochen/ und coaguli-dreyerley ren/ biß ſte in einen rothen Rubin geſtaͤrcket werde/ dieſes incerire hernacher mit ſelnem5 das rothen Oel/ biß es flleſſe; alſo wirſtu eine Medicin haben/ welche zehenmahl ſtaͤrcker iſt;5 aich dieſes Werck wird gar lelcht und geſchwind verferliget 51715 Die andere Weiß das Elirir zu multipliciren iſt dieſe. 8. Deines Elixirs einenTheil nach deinem Gefallen/ welches vermiſcht ſeye mit ſeinem Waſſer in gebůhrendemGewicht/ verſchlieſſe es wol in nahe Reductiones, lolvire es in Balneo, wann es olvirt iſt/ſo diſtillire es/ ſeparire nachennander die Elementa mit ihrem zugeeigneten Feuer/ figire esunten/ wie in dem erſten/ und anderen Opere geſchehen/ biß es zu einem Stein werderdieſerWeg iſt laͤnger/ aber reicher/ daun die Krafft deß Elleirs wird hundertfach vermehret/dann wie ſubtiler die Materiwwird durch die wiederholte Operationes, deſtomehr bekommtſie von dem obern und untern Kraͤffte/ und deſto kraͤfftiger thut ſie wuͤrcken.

Die dritte Weiſt das Elxir zu multipliciren iſt dieſe.. Ein Unze von geſag,tem Elixir, welches in Krafft multiplicirt ſey und werffe es auf hundert Theil deß ab-gewaſchenen Mercurüs und in geringer Zeit wird der Mercurius, wann er auf dem Feuerwarm wird werden/ zu einem lautern Elixir verkehrt werden/ von welchem wann du einUnze auf hundert andere Unzen ſelblges Mercurki wirſt projectiren/ ſo wird das reine,ſte Gold deinen Augen erſcheinen; die Multi plicarion deß weiſſen Elirirs geſchicht aufſelbige Weiß. 2 85

Von dem Univerſalen himmliſchen Geiſt/ und himmlischerSeelen der Welt.

Daß die Doe Philoſophi haben den Univerſalen himmltſchen Geiſt mit unterſchiedlichen Na-Philoſophi men genennet/ in dem ſie ihne bißwellen nennen den Aſtrologlſchen himmliſchen ge-den himli⸗ meinen Geiſt/ biß weilen die Univerlal hunmliſche Seel der Welt; dann das natürliche15 1 Philoſophiſche Feuer; jezt das UInivertal- Salt der Natur; jetzt das unſtchtbahretru-105 erſchied⸗ ckene Waſſer/ welches die Haͤnd nicht netzet; jetzt ein Nebel und Wind; jetzt em Flſchle/lichen Na⸗ das weder Schuppen noch Graͤten hat/ und ſchwimmet in unſerem Philoſophiſchen Meer:men genen jetzt den Mercurium Philoſophorum; und endlich nennen ſte es nichts/ und ſagen esn e ſey nichts/ dann auß nichts muß etwas werden. Ob nun zwar die Philoſophi dieſen Uni-35 8 5 10 verſaſen himmliſchen Geiſt mit jezt angezogenen/ und noch mehr andern Namen(vondamit ge. welchen nach und nach die Text und Wort der Phtloſophen folgen werden /) genenmetnennet. haben/ ſo haben ſie dannoch mit dieſen vlelfaͤltigen Namen/ nur ein eintztges Ding nen,ö nen/ und andeuten wollen/ nemblich ein gemeine/ Univerſale, gei ſtliche/ unſichtbahrẽ/ undhandgreiffliche/ feurige/ durchdringende/ lebendigmachende/ himmliſche Krafft/ welche in

Anfang der Welt mit dem erſten Chao und tunckler vermiſchter waͤſſertcher Malſa und

Abgrund erſchaffen/ und uͤber demſelben ſchwebet/ und her nacher durch die Krafft Got.

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