Deysnissche BergChronica40Fewers bedarff. Nachmals hat man anders auff mancherley art, nemlich/ das inSilberertzwelches man andre/ als in weise/ welche des Silbers eigentlich ist/ farben bricht/ ja das auch mitcherley nach andern Bergarten vermenget ist, welches man denn ausserhalb des Schmelzensden farben.nicht brauchen kan. Es werden aber folgende Ertz vnter diese andre art furnem-lich gesetzt vnd referiret.RotgüldigERstlich Rotgüldig Ertz/ so man gemeiniglich Rotgulden Ertz nennet/ welcherKry.zweyerley, denn eins theils nur schlecht schön rot, wie ein Quecksilber Ertz oder Zienober/ eins theils aber durchsichtig wie ein Rubin.Glasertz.Zum andern/ Glaßertz oderGlausertz, denn Glaß vnd Glantz einerley wörtlein sein, vnd ist der Name nichtvon wörtlein Glas/ vitrum, wie etliche achten(dessen drunten auch im anfang desSchwartzertzBraun.XVII. Tittels wider erwehnet wird) welches mehr als einerley farb hat/ doch gemei-Graw.niglich vnd des meisten theils Pleyfarb/ oder graw vnd schwärtzlich: hernach schwartzGelb.Ertz/ braun Ertz/ graw Ertz/ gelb Ertz, leberfarb Erz/ rot Ertzl welches ein Fewer-Leberfarb-Ertz.farb hat/ vnd nicht zu dem Rotgüldigen Ertz gehörig ist.Mann hat auch grünRot.Silberertz/ damit man der jenigen so in andre Metallen vnd Bergarten brechen/Grün.geschweige. Es sind diese arten alle auff den Schneberg gefunden worden/ vndbrechen noch zum theil/ wie aus den folgenden etwas zusehen sein wird.8MancherleyNd erstlich ist vnleugbar, das kein Bergwerck fast in gantzSilber auffmEuropa so viel lauter schönes vnd gediegen Silbers gegeben, als der SchneSchnebergberg/ vnd sonderlich anfenglich auff S. Georgen vnd den andern nahe gele-gebrochen.genen Zechen, wie denn auch Matthesius solches in seiner Sarepta gedenckt, daer spricht/ das auff S. Georgen mechtige Handstein/ von Schneweisen gediegenSchneweisgediegen Sil-Denn wiewol hernachSilber/ vnd so groß als nirgend anderswo gebrochen.auffm Schweitzer im Thal/ und auff S. Lorentz auffm Abertham auch dergleichengewesen/ hat es doch dem vorigen/ wie man pflegt zusagen/ das Wasser nicht gereicht/wie denn zum theil von der grossen Stuffen/ deren wir droben gedacht/ abgenommenwerden kan.Man pflegt dieses Schneweise gediegen Silber, welches sich schrei-den vnd quetzschen lesset, auch Bawerertz zunennen/ weil es der gemeine man auchBawerertz.kennen kan.Ferner bricht diese art Silber Erzes nicht allein in grossen StaffenWeis zeh-und glebis/ sondern auch in schönen Zehnen vnd Lantigen gewechs/ das es sihet/ wie-nicht Silbermancherley Streußlein, Bewmlein vnd anderer form vnd gestalt mehr, dauonwir anderswo weitleufftiger sagen wollen. Man weis von keinen grössern vnd schönern Silber Zehnen, als die auff der Landskron vffm Schneberg gebrochen, welcherviel/ ehe sie in Ofen kommen/ thewer verkaufft, verschickt/ vnd von grossen Herrnzu sonderlicher zierde sind gebraucht worden.Jtem es bricht das weise gediegenHaͤricht Sil-Silber auch offtmals in gestalt eines Harbuschels, welches man denn häricht Si-ber nennet, offtmals wie Perlen vnd Erbsen, etc. Man findet auch schneweise SohnRostig Silberletzschlein/ an den Steinen vnd Wacken/ entweder von aussen/ oder so man sie auffschlegt. Wird angesprengt/ vnd angeflogen Silber genennet. Dieses Ertz ist auchbisweilen angelauffen/ als were es Rostig/ lesset sich aber Sehneweis außsieden.An hat nie kein schöner Rotgüldig Ertz antroffen/ Vnd ist der-Kotgüldighalben auch keines beruffener, als das so auff den Leuiten gebrochen, welchesErz.denn auch Agricola in den foßilibus für den andern allen lobet. Auff derFürsten Stölner Lehen hat man im 1520. Jar eine Rotgüldige Ertzstuffe gehawen/welche 2. marck 13. Lot gewogen/ so Hertzog Georg bezalet/ vnd für die marck 7. fl 8geben. Im selben Jar ist auch eine auff S. Donat im Fürstenstöln so 1/2 marck ge-Glaß Ertz.wogen/ gefunden worden/ so auch hoch gedachter Fürst bezalet. Was für schön GlaßeErtz allerley farben gebrochen, sol ferner neben andern, was wir allhie nicht sa-gen können/ vnten in dem XVl. Tirt. von den Metallen des Landes zu Meyssen an-gezeigt
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Meissnische Land und Berg Chronica : in welcher ein vollnstendige Description des Landes, so zwischen der Elbe, Sala und südödischen behmischen Gebirgen gelegen, so wol der dorinnen begriffenen auch anderer Bergwercken, sampt zugehörigen Metall und Metallar Beschreibungen ... / gestellet durch Petrum Albinum ...
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40
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