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Meissnische Land und Berg Chronica : in welcher ein vollnstendige Description des Landes, so zwischen der Elbe, Sala und südödischen behmischen Gebirgen gelegen, so wol der dorinnen begriffenen auch anderer Bergwercken, sampt zugehörigen Metall und Metallar Beschreibungen ... / gestellet durch Petrum Albinum ...
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41
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Der IIII. Tittel.41gezeigt werden/ Nur dieses mus ich allhie erinnern/ das man auffm Schneberg auchGrünglasertz.GrünglaßErtz gefunden/ gleich wie auffm Anneberg/ Hernach ein braun Ertz gebro-chen/ so im Schnit allererst grün worden.SO hat auch auffm Schneberg ein Leberfarb dicht Silber daraus man hatLeberfarb-Sonsten der andern Ertzen/ als schwartz/Bilder schneiben können/ gebrochenErz.graw/ rot/ gelb/ etc. Hat man auch allerley auffm Schneberg funden/ wie dennauch droben allbereit, von dem allerersten Ertz auff S. Georgen, welches zeissig-grün gewesen, wie ein GänscKoth, derwegen es die Bergleute ein GränßkötigeWir müssen etlicher anderer SchnebergischenBergart nennen/ gesagt worden.Metallen und Bergarten/ so sonsten seltzam sein/ auch nur kürtzlich gedencken, ob ichwol zuuor gemeldet, das ich dieselben allhie aussen zulassen gesinnet were.Es Schnebergischen Kupfferganges gleichen ist nicht erfah-GediegenGren worden/ wie sonderlich zuuor erwehnet/ das dieselben Kupffer so viel Sil-Kupffc-So hat man zu meiner zeit auff S. Christoff/ nicht fernebers gehalten.vom selben alten Kupffergang in der Schleem/ gediegen Kupffer gefunden/ das ist/welches in der Kupfferfarb also gewachsen/ und auch fast keines Fewers bedarff/ wievon dem argento rudi, puro& sui coloris gesagt worden.Die Berggrüen vnd Berglasur/ so in der Schleem beym selben alten Kupf-fergang gebrochen/ werden auch hin vnd wider/ als desgleichen man an schöne nichtEs hat aber das Berggrüen daselbst mitten im Kupffer Ertz Schönstegehabt/ berühmet.gebrochen, die Berglasur ist bisweilen an schlechte Stein angeschweifft gewesen, Berggeten.Sie sind auch beyde zugleich offtmals schön vnd rein/ an einem weissen vnd harten SchönsteBerglasur.Fewerstein anhangent/ gefunden worden. Mathesius vnd Kentmannus geden-Meis /rot vndcken der weisen vnd roten Ziengraupen/ so vmb den Schneberg in den Seiffen ge-grüne Zien-graupen.waschen worden/ welche sonst nicht zufinden.S ist der Schneberg auch des Wißmuths halben sehr berüh-Wißmuth.met/ denn dieses Metall daselbst am ersten gebrochen/ da man zuuor nichtviel dauon gewust/ wie denn neben dem offenbar/ das es in Europa nirgendN. B.anders gefunden wird/ als auff den Sudödischen Gebirgen/ welches auch Agrico-la bezeuget/ Wiewol Fabricius hernach geschrieben/ das mans itzo auch in Engel-Es soll aber auffm Schneberg an-land habe/ wie wir anderswo mehr gedacht.fänglich auff S. Georgen viel gebrochen haben, vnd ist ein sondere Zech nicht ferndauon/ an dem ort/ da itzo die grosse Kirch sichet, gewesen, welche ihren Namenvon diesem Metall bekommen, auch nicht fern von der Lochmans Zech, so itzo dieWieRitterzech genent wird/ welche ein zeitlang auch viel Wißmuth gegeben.denn auch ein andre Zech hernach/ gegen dem Walde gelegen/ so die WißmuthZech genennet worden/ weil solches Metalles die Menge drauff gebrochen/ ein lan= Magneten.gezeit im schwanck gewesen, dauon mehr vnten im XVI. Tittel. Kentmannus ge-denckt eines schönen Schriebergischen Wißmuths/ so stuckweis in einen murbenEs seind auch die Schwartzbergischen Magneten nicht fernStein gestanden.vom Schneberg sehr berühmet, vnter welchen die Männlein gemeiniglich Eisen-Theameden,Bisweilen seind auch bei-farb vnd Licht/ die Weiblein etwas schwartz sein.de Magneten vnd Theameden, welche man bläser nennet, darumb das sie das Ey-sen von sich blasen/ beysammen in einer Stuff gefunden worden/ welche man Zwit-dorn zunennen pflegt, derhalben das sie das Eisen auff einer seiten an sich ziehen/ auffFurnembstender andern von sich blassen.Züge vnd Ze-Je fürnembsten Züge vnd Zechen auffm Schneberg sind ge-chen auffmC.wesen/ erstlich S. Georgen Zug in Schneberg/ hernach auff der Wiesen Schneberg.und im Newstedtlein, darauff seind S. Katharin Newfang/ Rappolt/ heiligCreutz/Dd iii