Deysnissche BergChronica.56ININDIA. DES Sems posteritet/ wird von den Gelerten gemeiniglich zu-geschrieben, das sie die Indianischen Bergwerck wider auffgebracht, daGoldberg-werck in In-denn gewaltige Goldbergwerck gewesen/ daher es auch von etlichen Scriben-dia nach derten als Josepho/ etc. das Goldlandt genennet worden, fürnemlich an dem FlußSündflut.Ganges zu Ophira vnd Hauila/ so von den Einigklein des Ebers ihre NamenGoldlandt.bekommen/ Vnd ist aus der heiligen Schrifft offenbar, das die Ophirischen Golt-Ganges.bergwerck bald nach der Sündflut/ lengst für Mosis zeiten bekant vnd beleget gewe-Ophira.sen/ Wie denn auch im Buch Job am 22. Cap. von dem Fürsten Eliphas/ desHauila-reichen Gebirges vnd Goldwäschwercks in Ophir gedacht wird/ vnd Job selbst am28. Cap. auch Bergleufftiger weise redet, daraus dann die Gelerten schliessen/ das ervnd seine Freunde Bergleut gewesen, vnd sonderlich ein hertz zu dem beruffenen O-ohirischen Bergwerck gehabt.HErnach wird dem Volck Israel/ als sie ins gelobte Land ziehen solten/ DenBergwerck inJudaa oder teronom. am 8. Cap. neben dem Lande/ darinnen Milch vnd Honig fliessen/ vndschöne Frucht wachsen solten/ auch ein gut Bergwerck/ oder ein guter Eisenstein vndPalaestina.Was sich Matthesius von des Stammes Aser vndKupffer Ertz verheissen.Isaschar Bergwercken vnd Weschwerck am Mittelmeer vermuthe, kan man inVon dem Arabischen Bergwerck der Nomadumeiner Bergpostilla sehen.Arabischschreibt man/ das sie der Goldstuffen so groß als die Bonen vnd Eicheln ein vber-Bergwerckfluß gehabt haben, Aber dasselbe nicht zu gut machen können, Nur das sie vonder Nomardenselben Stüfflein, vnd andern Steinen so sie darzwischen gehafftet, schöne Halßdum-und Armbänder zugerichtet, sonst sollen sie den Nachtbarn das Gold/ vmb dreymalso viel Kupffer/ oder ein mal so viel Silber haben zukomen lassen. Es ist auch gleub-lich von den reichen Kauffleuten vnd Händlern zu Tyro vnd Sidon/ das sie nebenSarepta.jhrem Sareptanischen Bergwerck/ auch in den Heydnischen Inseln gebawet/ vndGoldland inohne zweiffel mit ihren Schiffarten in das Goldlandt gehandelt, wie sie denn demIndia.König Salomon auch vrsach gegeben/ das er neben Hyram nach Gold in JndiamUnd eben vff diese Bergwerck/geschickt, wie wir bald ferner gedencken wollen.hat sich auch König Josephat, neben Achasia seinem gewercken/ zur Reise gerüstet/Aber verhindert worden 1. Reg. 22.Ir koͤnnen aber allhie nicht alles persequiren/ muͤssen nur derIndianischen Ameysen auch etwas gedencken. Die Heydnischen Poe-Schön ge-ten vnd Historiei schreiben, Es sollen in India Ameysen gewest sein/ sodicht wie dieBergleur ingroß als Egyptische Füchse, etc. Welche bey den Mitternächtischen Indes viel GottJndia den A-aus der Erden gegraben, vnd dasselbe so fleissig bewaret haben, das nicht müglichmeysen sindgewesen ihnen etwas zunemen, sie sein den für grosser Hitz in die Erden gekrochen/vergleichtworden.darüber sie doch offten die Leut/ so ihnen etwas entfrembdet/ wenn sie es mit demgeruch gewar worden/ mit grossem grimme zurissen/ vnd ihnen so sehr nachgecilet/ dasman jnen auch vff Camelen nicht entrinnen können. Plin. lib. 11. cap. 31. Es sollenGreiffen ne-men den Ame,jnen aber die grossen Greiffvogel bisweilen einen starcken Grieff darein gethan/ vndsen ihr Gold.das Golt in ihre Nester geführet haben. Welche solches gestolene Golt die Armaspi inArimaspiScythia Europa widerumb zu entfrembden vnd entsuͤhren gepflegt. Dieses aber sollenstelens denLeut gewesen sein, so nur ein Auge mitten an der Stirn gehabt. Plin. lib. 7. vndGreiffen wienach der Gelerten meinung/ ihren Namen/ von dem Goldreichen Fluß Arimaspo-Auslegungdes Claudian. lib 3. gedenckt, gehabt haben, daher man auch schleust, das sie von dender Fabel.Scythis Asiaticis entsprungen vnd hergestammet gewesen sein. Diese Fabel/ wasden ersten theil von den Ameysen anlangt/ legtEsgricola von den Bergleuten auswelche auch Hübel auffwerffen oder zusammen tragen wie die Ameysen, das istHalden machen für den Kawen vnd Stöllen. Von welcher herrlichem Bildnusso die natur in den Ameysen verborgen, vnd die Weisen Heyden, so wol auch dieHeilig
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Meissnische Land und Berg Chronica : in welcher ein vollnstendige Description des Landes, so zwischen der Elbe, Sala und südödischen behmischen Gebirgen gelegen, so wol der dorinnen begriffenen auch anderer Bergwercken, sampt zugehörigen Metall und Metallar Beschreibungen ... / gestellet durch Petrum Albinum ...
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56
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