Der VI. Titel.57heilige Schrifft/ verstanden und hochgelobet/ Johannes Matthesius in der Sare-pta sehr lieblich geschrieben. Diese Fabel auch ferner auszulegen wird so schweer nichtfein. Denn das die Bergwerck ihe vnd allezeit viel ankrehens gehabt, ist nicht vn-bewust. So haben sich nun ohne zweiffel allerley Leut an die Bergleut gemacht/ son-derlich aber faule Leut, die sonsten nicht arbeiten wollen, vnd sich vielleicht desSteigreiffs ernehret, weil ihrer Reuterey gedacht wird auff den Camelen. Dieseseind von den Bergleuten/ so das jenige/ was sie mit Blut sawerer Arbeit gewon-nen/ Männlich verteidiget/ offt geschlagen worden: Wenn sie ihnen die gewon-nen Ertz heimlich/ vnd zumal wenn sie an ihrer Arbeit vnd auch Ruhe gewesen/ ent-frembden wollen. Wenn aber die Greiffen/ das ist die grossen Herren/ mit gewaltkommen sein, haben sie müssen Haar lassen, vnd Zehenden geben, das sie vieleichtofft nicht viel behalten. Es hat aber bey diesen auch mit wüdeln wollen/ denn ihnenwiderumb viel gestolen worden von den Arimaspis/ das ist/ sie habens wider auff dieHofleut Diener vnd Kriegßleut(denn von diesen verstehet man sonsten auch die Gy-clopas/ welche auch nur ein Aug gehabt, das ist/ sie sein mit Helmen bedeckt gewe-sen) wenden müssen, wie solche auslegung im Matthesio vnd andern zufinden.Aber hieuon gnug.Wir fahren weiter fort in der erzehlung mehr alten Berg-wercken.BergwerckZV den zeiten Abrahami müssen in Assyria oder vmbher gelegenen Ländern/ in Asseiengrosse Bergwerck im schwanck gewesen sein, Weil die Königin Semiramis die ge-fangenen Leut zu ewiger arbeit auff die Bergwerck verdammet vnd geschickt.Clas der König in Mauritania, hat gros gut von Goldt aus IN AFRIMein Berg Altlante bekommen, derwegen die Poeten ein wunderlich gedicht CA.von ihm gemacht/ nemlich das er von Perso in einen Berg seines Namens in Maurita-sey verwandelt worden, auff welchem güldene Bawm gewachsen/ so auch guͤldene ni-Zweyg/ Bletter und Opffel gehabt. Da ohn zweiffel zuuerstehen das Perseus Gedicht vonwegen des Bergwercks wider den Atlantem gezogen/ und hat vielleicht Arlas sein dem Ackantevnd persco.hertz so gantz und gar auffs Golt gehengt habt/ das er derhalben die Leut offendiret/niemandts geachtet, vnd ihm selbst also feindschafft zugezogen, das derhalben vonseiner verwandlung auch gedichtet worden, wie fast ein gleiches von Mida ge-Gedicht vonschrieben wird/ dauon an seinem ort gesaget werden soll. Vnd hieher gehöret dem Lustgar-auch die Fabel von den Hesperidibus/ des Atlantis Bruders Töchter/ von welchen ten der Herrdie Poeten gedichtet/ das sie vber aus schöne Lustgärten gehabt/ darinnen die Bäum specidumgüldene Opffel getragen/ welche sie durch einen grossen Drachen, so weder Tagnoch Nacht geschlaffen, behütten lassen, bis Hereules denselben vmbgebracht, vnddie güldenen Opffel zu seinem Stieffvater Euristheo gebracht. Ob nun woldiese Fabel von Varrone ausgelegt wird/ von den Schafen/ welcher sie grossen nutzgehabt, weil das wort nicht op dey den Gracis beyde ein Schaf heist, vnd ein Apffel/auch Plinius vnd Solinus ihre besondere interpretationes haben/ sonderlich was denDrachen belanget/ welchen sie von einen krummen einfluß des Meers/ so vmb dieGärten gegangen/ verstehen/ So kan es doch am füglichsten vnd besten/ von demMaurita nischen vnd atlantischen Goldbergwerck verstanden werden/ auff welchemsie vielleicht einen wackern vnd fleissigen Hauptmann oder Bergverwalter gehabt/Draco genant zu/ dem sich denn die Natur des Drachen/ so ein scharff Gesichthat/ vnd muntter ist/ wol gereimet. Denn also soll ein Verwalter solcher Kö-niglichen Schätze sein/ damit nichts verwarloseet/ auch nicht veruntrawet werde/welches sonsten in Bergwercken offt geschicht/ weil es ein anrhetig ding ist. Vonsolcher Fabel kan man auch lesen Bocatium lib. 4. c. 3. Geneal. Deor. Diodor. lib. 5.Solinum cap. 22. Seruium in 3. Aeneid. Virg. Palephatum&c. Item/ wir habensvnten im XIII. Tittel auff Spanien gezogen.E. Rich.
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Meissnische Land und Berg Chronica : in welcher ein vollnstendige Description des Landes, so zwischen der Elbe, Sala und südödischen behmischen Gebirgen gelegen, so wol der dorinnen begriffenen auch anderer Bergwercken, sampt zugehörigen Metall und Metallar Beschreibungen ... / gestellet durch Petrum Albinum ...
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