Buch 
Meissnische Land und Berg Chronica : in welcher ein vollnstendige Description des Landes, so zwischen der Elbe, Sala und südödischen behmischen Gebirgen gelegen, so wol der dorinnen begriffenen auch anderer Bergwercken, sampt zugehörigen Metall und Metallar Beschreibungen ... / gestellet durch Petrum Albinum ...
Entstehung
Seite
60
JPEG-Download
 

Weysnische BergChronica.60bekommen/ sonderlich aus den Goldtseuffen des Flusses Pastoli, wie Strabo bezeu-get. Welches Weschwerck er auch schreibet, das es zu seinen zeiten auffgehöretIn Mysia.habe. Aristoteles thut diesen bericht, das er auch das reiche Bergwerck bey Pergam-Bergheym.in Mysia wider auffgenommen, vnd in schwanck gebracht, welches doch nach-mals wider eingangen/ Vnd da es hernach wider gebawet worden/ hab man da-selbst noch mancherley Instrument von Croese Baw gefunden, wie es denn pflegtzuzugehen, Wann die Bergwerck aufflässig werden vnd eingehen, entweder inKriegen oder andern schweren Leufften, etc.Abs den Lydischen Bergwercken ist ohne zweiffel auch Pythius der LyderIn Lydia.Reich worden, welcher König Dario, wie Herodotus schreibt einen gantzen Bawm-Pythius,so Platanus im latein genennet wird, vnd einen Weinstock von lauterm Goldt ge-Güldenerschencket. Von diesem sein sonderlich zwo Historien für andern beruffen, vndPlatanus.wol zumercken. Erstlich schreibet Plutarchus von dem/ das er nicht zu ersettigenGüldenergewest/ vnd als er alle seine Bürger so hart bedrenget/ das sie nichts anders fürha-Weinstock.ben können/ als im Goldbergwerck arbeiten/ ihr viel auch vber der schweren ar-Schoͤne Hi-storia von py, beit vmbkommen vnd gestorben, Da hab sein Hausfrawe, welche ein verstendigthij HausfrauWeib gewesen, ihn durch dieses stratagema etwas von solchem Geitz abgehalten.wen beschei-Sie ließ(sagt die Historia) bey den Goldtschmieden heymlich einen guldenendenheit.Tisch/ güldene Teller/ auch allerley Speis von Gold machen. Welches da esalles mit fleis vnd sonderer Kunst zugerichtet war, lies sie ihrem Ehemann Pythio-als er etliche Tage aussen gewesen, widerumb anheym kommen war, vnd gernegessen hette/ denselbigen Tisch fürsetzen, auff welchen nichts vorgetragen würde/das zu essen gedienet hette, sondern citel Gülden ding. Vnd von ersten hattewol Pythius einen lust an solchen künstlichen dingen/ aber nach dem er gnug gesehenhatte/ befahl er Essen zubringen/ Aber das Weib hies alles das/ was er fordert/von Goldt gemacht herbringen, endtlich als er zornig würde, vnd sprach, Er werehungrig, er begere dismal kein Goldt mehr/ Da sprach sein Weib zu ihm/ du bistaber/ Lieber Pythi, ein vrsach, das man nichts denn Goldt haben kan. Dennalle vnsere Vnterthanen müssen alle ihre sorge vnd kunst deinem befehl nach/ alleinauff das Bergwerck legen/ das niemandt jtzundt die Ecker bawet/ niemande dieGärten pflantzet, weil jederman nichts thun darff, denn allein Goldt suchen/ jhrviel auch darüber sterben. Durch solche Rede würd Pythius nicht wenig bewegt/fassete also einen guten Sinn/ vnd lies allein den fünfften theil seiner Bürger desBergwercks warten/ den andern befahl er Acker gebewde, vnd andere Handwerckvnd Handthierung zu treiben.Die andere vorneme Historia von diesem Pythio ist/ das er den grossen Kö-Historia vonpythij grossen nig der Persarum Xerxem, als derselbe angezogen, vnd in Lydiam kommen war/Reichthumbmit seinem gantzen Heer/ welches achtmal hundert tausent starck soll gewesen sein/vnd vnglückzu Gast gehabt, vnd stadtlich tractirt, sich auch drüber erbotten, dem Könige vier-mal hundert tausent fl. zuschencken, welches denn derselbe erstlich zu grossenvnd gnedigen gefallen angenommen, vnd sich erbotten/ dasselbe in gnaden hinwiderzuerkennen. Da aber Pythius(sagt die Historia ferner) vermeinete, er hette ei-nes wortes macht bey dem Könige vmb seines grossen Geschencks willen, bat er ihnnach dem er fünff Söhne hette, vnnd derselben vier rüsten, vnd dem Königezuschicken wolte, das er den Eltisten, als der ihm für den andern Lieb were, möchtedaheym behalten/ denn er beforget wol/ sie würden nicht alle wider heym kommen.Da ergrimmet Xerxe's vnd saget/ Er hette seiner eigenen Kinder vnd Freunde nichtverschonet, sondern dieselben mitgenommen, vnd er dürffte seiner Kinder geden-cken/ so er doch als ein Knecht vnd vnterthan schüldig were/ mit Weib vnd KindernIhm nachzufolgen, vnd wenn er seiner vmb des gethanen geschencks willen/ nichtverschonete/ so solte er seinen rechten Lohn bekommen. Er wolt ihn aber desselben ge-niessen