Der XVI. Titel.327.Mysniae reperta, non modò suam gentem, sed exteros etiam homines diui-tijs atque opibus compleuit,& haec lucra plurimos, vt ait Plautus, luculentosreddiderunt. Vnd dieses ist ihnen in gar kurtzer zeit bisweilen widerfahren/ ob siegleich gar wenig gebawet/ denn sichs sonsten zutragen könte/ das einer anderswo wer ein A. inauch geling Reich möchte werden/ wenn er gantze Zechen vnd erste Gebewde hette. S. Georgengehabt/ derhat eine guteZum Exempel schreibt Niclas Stande von Schneberg: wer einen eigenen K. in S.Georgen gehabt/ der habe ihm keine stadtlichere Nahrung wündschen dürffen/ wie nahrung ge-habt.denn zu vnserer zeit eben das Schnebergische/ vnd für etlich hundert Jaren das Frey-Schneber-bergische Bergwerck/ gegen den andern allen zurechnen/ jedes zu seiner zeit am be-gisch vndFreybergischsten gewesen sein/ vnd am meisten geben haben/ dauon an seinen örten mehr geschrie-ben wird. Homelius oder viel mehr Philippus Melanthon gedenckt solches vber-Bergwerck.flusses mit diesen worten rühmlich/ in seiner Oration de Mysnia: Fuerunt in Macè- Steybergischvnd Schne-donia venae celebres eo in loco, vbi vrbs fuit Philippi, olim nuncupata Da- bergisch Bergrwerck werdenthos, Item Crenae. Harum venarum prouentus fuit annuus sexies centumdem Philippi-millia Coronatorum, vt nostro more loquar. Fuisse autem aliquando vbeschen fürgezo-riores venas Fribergenses& Schnebergenses manifesta testimonia extent.Stedte ausDAher ist es auch kommen/ weil in Deudschlanden kein ort ober Meyssendem Meyßni-sonderlich mit dieses Metalles Bergwercken ist/ das so grosse vnd herrliche Stedte schon Berg-an den Sudetis montibus in eil gebawet worden/ als fürnemlich Freyberg unter werck gebautMarggraffen Otten/ Glaschütte vnter Churfürst Friderichen dem andern/ Schne=Freyberg.Glaßhür.berg unter Churfürst Ernsten/ Anneberg und Marienberg vnter Hertzog GeorgenSchneberg.und Heintichen Gebrüdern/ Gottesgab und Platten bey Churfürst Johan Frideri-Anneberg.chen/ aus vnd neben welchen denn allezeit kleine Stedtlein gleich als Coloniæ/ seind Marienberg.gebawet worden/ so meistes theils heutiges tages noch wol stehen/ oder zum wenig=Getragab.platten.sten in leidlichen zustande sein/ von welcher vielen allbereit meldung geschehen. WieBerümbstenauch von den folgenden mehr/ so die sürnembsten Silberbergwerck in Meyssen sein/ Bergwerck imalt vnd newe/ nemlich nach der Reyen/ Freyberg vnd daselbst der Brand/ hernach Meysen.Marienberg/ Anneberg/ Geyer/ Schneberg/ von welchen Agricola sagt: Id omni-um Germaniæ metallorum fertilissimum fuit argenti puri. Die folgendenaber seind nicht so fürneme/ beym Wolckenstein/ bey Trebach/ bei der Zschopa/ Andre so nichtso sehr beruf-bey Oedern/ Trapenawer bey Sachsenberg welches sehr alt/ bey Rochlitz /bey derMitweide/ Glaßhütte vber Freyberg/ Biberstein/ Sibeln/ bey FreybergEtliche artenScharffenberg bey Meyssen/ Item die so weiland Schönburgisch gewesen: des Silberettzes in Mey-Scheibenberg, Elterlein, Wiesenthal/ welche dreye im Jahr 1559. an diesen/ so anders/Landenfürsten kommen/ und Hornstein bey der Lungwitz so noch Schönbur= wo nicht zufinden gewe/gisch ist.sen/ sonderlichwas die farbB ich mir wol zuuor fürgenommen die viel und mancherley belangent.larten der Silber Ertze so in Meyssen zusehen gantz vnd gar einzustellen/ So Nullum me-kan ich doch nicht füglich ganz und gar vnterlassen, allhie nur anzuzeigen, tallem colo-ribus magisdas man auff vnsern Gebirgen etliche Species(welche zum wenigsten von der Farbenvarium atqueunterschiedlich gemachet werden, weil kein Metall Ertz, so vielsarbich befunden.argentu, vtwird/ das also die Natur sonderlich an denselben ihre Kunst beweisen vnd ihren lustin eo quod-haben wollen/ wider des Horatij meinung/ der da schreibet: Nullus argento color,&cdam artifi-Wie auch Plinius von keinen gediegene Silber gewust/ weil er spricht: Non nisi in pu-ciu naturaeteis reperitut, nullaque spe nascitur, nullis vt in auro lucentibus scintillis, terr:mirabile ap-est alia ruffa, alia cineracca,&c.) Von gediegen vnd andern Silber Erben gefun-den/ welche zuuor vnbekant/ vnd anderswo/ so viel man weis/ nicht gebrochene pareat.Oder man hat es zum wenigsten nicht gemercket. Denn ja auch die Gelerien zuvnsern zeiten/ so doch fleißig gewesen/ derselben nicht gedacht/ als fürnemlich ist/C0das gediegene/ weislichte und gelblichte/ oder bleiche Silber/ so auffm Marienberggebro-C1 iii
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Meissnische Land und Berg Chronica : in welcher ein vollnstendige Description des Landes, so zwischen der Elbe, Sala und südödischen behmischen Gebirgen gelegen, so wol der dorinnen begriffenen auch anderer Bergwercken, sampt zugehörigen Metall und Metallar Beschreibungen ... / gestellet durch Petrum Albinum ...
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