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Meissnische Land und Berg Chronica : in welcher ein vollnstendige Description des Landes, so zwischen der Elbe, Sala und südödischen behmischen Gebirgen gelegen, so wol der dorinnen begriffenen auch anderer Bergwercken, sampt zugehörigen Metall und Metallar Beschreibungen ... / gestellet durch Petrum Albinum ...
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143
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Der XVIII. Titel.43Rasmus Stella schreibt, das auch Demanten/ oder wie sie vonden gemeinen Leuten genennet werden/ Demuten/ in Meyssen sollen gefun=Banant.Als Fabri-den werden/ welchem doch andre nicht beyfall geben wollen.tius schreibt: Hunc mihi nondum videre contigit, silicis duricie reperitur la-pis perspicuus& candidus in Mysnia, sed Adamantem appellare non ausim.Eben dieser probiret in dem Büchlein de rebus metallicis aus dem Plutarcho/ das syderites,Adamas vnd Syderites(welcher den Namen von dem Eisen/ wie Suidas schreibt/ be-kommen) einerley Stein sey. Denn die Indi sollen den Demanten also nennen/dauon man doch auch Geßnerim Cap. 4. lesen kan/ und von den Demanten schrei-bet Igricola mehr in libris de foßilibus.Ruen schreibt lib. 1. Cap. l. von zweyen Demanten/ welche andre zu gewissenzeiten und offten aus sich generiren/ welches weil es sehr wunderbarlich/ ich allhieauch mit zweyen worten/ ob es gleich anhero nicht gehörig/ gedencken wollen.Ben Stella schreibt auch/ das man den Pras(welcher des Sma-Gragden Mutter ist, als darinnen derselbe wechst/ nach etlicher meinung) bey Prae-vns finde/ welches aber auch andere/ wie von dem Demanten/ so itzt gemeldet/ wird in Mei-sen gefunden.zweiffelhafftig machen wollen/ und halten es dafür/ er habe den grünen Jaspis da= was dessur angesehen/ wie denn Fabricius spricht: Neque lapidem viridem pro Prasio ha-Emacagten,bendum autumo. Jch bin aber von andern hiergegen widerumb berichtet/ das Mutter.man etliche in unsern Silber vnd Kupfferzechen/ gefunden/ welche man gantz vndgar für keine laspides hat rechnen können/ weil sie nicht recht grün/ wie die grünenlaspidos/ so einem Smaragd ehnlicher sein/ als ein Prasio/ auch dazu durchleuchtigsein/ und etwas weises oder bleiches mit unter das grüne vermischt haben/ dagegen dieTaspides selten ganz durchsichtig/ auch kein weisses in sich/ als striemen haben. Epi-phanius meinet/ es sey der Prasinus(denn also nennet er ihn) einerley Stein mit demSmaragdo/ vnd vertirt Scholam das Ebreische wörtlein/ Genes. 2. auch also.Sist ein brauner durchsichtiger Stein/ den wir gemeiniglich MeyßinscherAmechystAmethysten nennen/ von Agricola aber Hyacinthus genant(denn er Hyacin-hyacinthus.thum einen Ætiopischen/ Meyßnischen oder Behmischen Amethysten inter-Agricola.pretirt) wiewol er in Germanno eben diese vnsere Meyßnische Stein auch Amethy-Auffm Wol-ckästein in derstos nennet/ welches wörtlein er sonst nur von den Orientischen Amethysten ge-Amethyftenbraucht. Dieser ersten Gattung findet man im Lande zu Meyssen in zimlicher zech.menge/ und wird erstlich zum Wolckenstein in einer Zech gehawen/ welche ihren na=In andernSilberzechenmen von diesem Stein hat/ er bricht in grossen stücken/ an welchen die Zelgen sechsin Meyssen vheckigt stehen/ und wie Crystallen zugespitzt sein. Man hawet ihn auch sonsten in Behmen.Jm Wasservielen Zechen/ da Silber Ertz bricht/ in Meysen und Behmen.beym Hoen/WEiter findet man ihn auch in den Bächen und Wassern des Landes zu stem an derMeyssen/ als fürnemlich in eim Bach vber dem Schloß Hoenstein/ welches ein Elbe.Jn der Tri-meil weges von Stolpen gelegen/ Jtem in der Tribisch/ dem Wasser bey der Stadt Bisch.Meyssen. Vber dis findet man denselben auch in dem Gaade oder Adlerstein zu Im Adler-stein zu MorzMoßschen/ einer Stadt in Meyssen/ vier und sechseckigter Form/ schön braun vnd scher.Meyßnischenzugespitzt.AmethystenEs seind aber unter den Meyßnischen und Behmischen Amethysten eins theil.sein offtmalsgeringer Farben/ weislicht wie Crystallen/ mit wenig braun vermenget/ eins theils nicht schön vnvarein und mit Crystallinen Linien durchzogen/ und werden diese Deudschen Ame=rem.Werden vonthysten/ so nicht die besten sein/ zu Venedig ausgepolirt/ und gen Constantinopel ge=Venedig genführet/ da sie die Türckischen Weiber sehr auffkauffen. Dergleichen geringe Constantino-pel geführt.gattung findet man auch in dem Kreiß oder Zenden Gombs bey den alten DeudSchweitzen-schen/ so sich in den Alpgebirgen an der Sedunorum Stadt gesetzt haben/ welche sehr Amühy/man sten.