Der XXV. Titel.191cken etlich mal vom wilden Wasser ist zurissen worden/ derwegen denn auch Hertz-Hertzog Heimvig Heinrich zu Sachsen/ so damals die Stadt und Herrschafft Wolckenstein beses=richt zufen im Jar 1536. umb Cantate an etliche Bergmeister in der nähe geschrieben/ das Sachsen.sie dahin zur besichtigung kommen/ vnd einrathen helffen solten/ wie das warmeBad möchte bestendig gefasset, vnd widerumb in wesen bracht werden. Vnd istauff solche erforderung vnter andern/ Paul Saltzberger vom Schneberg/ damalsBergmeister im Buchholz/ dahin kommen/ vnd mit rath anderer solch Bad widergefasset worden. Ist damals auch ein grosser Tham von fetter Erden vnd Thangeschüttet, vnd das Stollen Wasser dauon gesundert worden, welches aber nach-Churfürstmals wider ausgerissen. Bis zu vnser zeit weiland Chursürst Augustus diesen Augustus lestBrunnen(wie auch den zur Wiesen) mit sonderlichen väterlicher vorsorge für seiner die warmLand und Vnterthanen heil vnd bestes/ auch mit grossen vnkosten Newe fassen Beder uwund grösser machen lassen/ Also das der Kasten 19. Schuchlang vnd 10. breit ist/ fassen.auch ein Graben drumb gemacht/ welcher das Wilde und Stolln Wasser weg-nimbt/ bleibet also der 8. theil des heilsamen Wassers/ welches vber 6. Schuhe hochnie wechset. Es wird aber dieses Wasser, weil es auch nur laulicht ist, wie dasporige/ in Eiserne Kören/ welche viel krummen haben/ so lang gewermet bis es zumBade taug. Dieses Bad ist vorzeiten zu unser lieben Frawen am Sand genen=zu vnsernet worden/ denn auch ein Capel dabey gestanden/ so vnser lieben Frawen dedicirt von Frawenam Sand.gewesen, niemals aber zerfallen und eingangen ist. Der Brunn dieses Badesentspringt vber sich mit eim prausenden Quall aus den Löchern eines sehr festen ge-steins/ also das man die Blasen herfür krichen sibet/ mit weissem und klaren Wasser:Ist eins guten gesehmacks rein vnd schwer, vnd pflegt lälichter zu sein, wenn sich dasDer gang/ so daswetter stossen/ vnd ein feuchte oder Regen einfallen will.Wasser bringt/ hat sein ausgehents gegen Mitternacht/ sein streichen in Mittag/und seind viel Flösse und Quartz drinnen/ zwischen welchen das Wasser herfür ent-springt. Vorgemelder D. Gæbelins hat obseruiret/ das dieses Bade viel Alau= im Wolckenzies und etwas wenig von Kies in sich habe. Er wil auch nicht vbel gleuben/ es steinischensey etwas von Bergwachs dabey: welcher denn auch dieses Wildbades/ gleich dervorigen/ natur eigenschafft/ krafft und gebrauch weitleufftig beschrieben.Ir können zum Beschlus dieses Buchs dem begirigen Leserzugefallen/ nicht wol vmbgang haben(ob es gleich aus unserer Refter ge-schritten sein möchte) auch kürtzlich anderer nahen warmen Bäder zuge-dencken.Vnd erstlich das Carlsbad an der Töpel zwoe meilen vom JochimsthalCarlsbad.auch nicht ferne von der alten Stadt Elbogen/ betreffent/ hat dasselbe was die erfin-dung/ art und eigenschafft/ wirckung und gebrauch anlanget/ fleissig und eigentlichFabianuszubeschreiben angefangen/ D. Fabianus Sommerns/ daselbst bürtig/ welcherSommerus.scriptum doch nicht recht zum ende, wegen seines vnzeitigen todes können gebrachtwerden. Von erfindung aber des Carlsbades haben die alten also referiret. ImJanr 1370. Ist Keyser Carolus der 4. sonst König in Behmen/ der Geburt ein wie dasHertzog von Lützelburg derselben gegent auff der Jagt gewesen. Nach dem aber Carlsbad er-funden wor/ein Hund einem Wild etwas zu sehr nachgefolget/ vnd also in das heisse Wasser ge= denrathen/ hat er als bald ein grosses heulen vnd geschrey angefangen/ welches als es dieJeger vernommen/ vnd gedacht/ der Hund hette etwas antroffen oder gefellet/ seindsie dem geschrey nachgefolget/ vnd haben den Hund also in dem heissen Pful oderVotre très deModer gefunden. Als solches dem Keyser angezeigt worden/ ister sampt vielenJ'aider seinen hinunter zugeritten/ und als er vnd seine Medici nachmals befunden/ dasdis Wasser eine heilsame art an sich hette/ auch solches an seinem eigenen Leib/ weil Keysers Carlsböser Schenzer einen bözen Schenckel gehabt/ probiret/ hat er befohlen/ das man den ort seubern/ ckel.bawen
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Meissnische Land und Berg Chronica : in welcher ein vollnstendige Description des Landes, so zwischen der Elbe, Sala und südödischen behmischen Gebirgen gelegen, so wol der dorinnen begriffenen auch anderer Bergwercken, sampt zugehörigen Metall und Metallar Beschreibungen ... / gestellet durch Petrum Albinum ...
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