Band 
Erster Theil.
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verwandelten das Land in eine Wüste/ welche die Boie-sche Mark genannt und erst lange Zeit nachher wieder be-völkert wurde, als die Nordmänner unter Ariowist sichGallien näherten.

ES ereignete sich aber/ daß 120 Jahre vor Christi Ge-burt/ zwei Völkerstämme die Kimbern und Teuto-nenaus den Dumpfen an der Ostsee vertrieben/ mit denWaffen eine blutige Bahn bis an den Donaustrom schlugen;dort vereinigten sie sich mit den streitlustigen Ambronenund erschienen auf den helvetischen Grenzen. Freudig wur-den die sieghaften Gäste empfangen und viele Helvcticrbesonders von den Tigurinern/ unter Diffig ihrem Heer-führer/ gesellten sich zu den Abentheurern/ um jenseitsder Jurakctte und LcS AlpcngcbirgS/ Gallien und die CiSal-pinische Provinz zu plündern.

Eine erste Expedition dieser wilden Kriegsleute/ durch-streifte Jllirien/ schlug den Römer PapirinS an denUfern des adriatischcn Meeres und kehrte mit Beute reichbeladen zurück. Der zweite HcereSzug drang längs der Rhone in die gallische Provinz und überwand den römischen ConsulSilienuS/ welcher dieselbe decken sollte.

Vor letzterm Strauße hatten die Helvetier sich von denübrigen Heerhaufen trennen und zurückbleiben müssen/ dennder andere römische Reichsvogt/Lucius--CassiuS/ um-gieng sie/ zog hastig nach dem Lcmanersee und bedrohte ih-ren Rücken. Diffig lockte die Römer durch anscheinlicheFlucht in einen Hinterhalt/ siel dann von allen Seiten aufseine in Schluchten verwirrten Feinde/ erschlug den größtenTheil derselben und nöthigte die Gefangenen/ nackend un-ter einem schimpflichen Joch dnrchzukriechen.

Indessen richteten die Nordmänncr ihren Marsch immerweiter gen Wclschland und wurden nach dem Sieg der Hcl-vetier/ durch die Schaaren derselben verstärkt. Alle dieseKrieger deutscher Abkunft/ waren durch ihre ricsenmäßigeHöhe und Stärke / ihren ungestümen Muth und ihr schreck-liches Schlachtengebrüll furchtbar; im Treffen standen siefest und eng gcschloßcn/ so daß ihrem Schock schwerlichwiedcrstanden werden konnte. Nach und nach lernten sie ct-